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Nährwertangaben sind "Schritte in richtige Richtung"

HATTINGEN (dpa). Der Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM) hat zu hohe Erwartungen an die beabsichtigte Auszeichnung von Lebensmitteln gedämpft. "Wir werden dadurch nicht zu einem Volk von Schlanken", sagte BDEM-Präsident Dr. Udo Rabast.

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Mehrere große Konzerne haben vorige Woche angekündigt, einheitliche Nährwertangaben auf ihren Produktverpackungen anzugeben. Die ersten Produkte stehen schon mit genormten Angaben in den Supermarktregalen. Die Kennzeichnung anderer Produkte soll spätestens bis 2009 folgen. Mit diesem Schritt wollen die Unternehmen sich gegen Vorwürfe von versteckten Dickmachern wehren.

Zwar begrüßte der BDEM-Präsident das Vorhaben als Schritt in die richtige Richtung, appellierte aber an die Hersteller, differenzierte Angaben auf den Verpackungen abzubilden. Da die Lebensmittelindustrie immer größere Mengen - zum Beispiel Maxi-Tafeln Schokolade mit 300 Gramm - anbietet, sollte der Energiegehalt pro 100 Gramm und pro Packung angegeben werden, empfahl Rabast. Konzerne wie Nestlé und Unilever hatten mitgeteilt, dass sie auf der Vorderseite der Verpackungen die Kalorien pro Portion angeben wollten. Dahinter werde vermerkt, welchen prozentualen Anteil der Verzehr der Portion am empfohlenen Tagesbedarf hat.

"Ein Wert wie der Tagesbedarf ist individuell", warnte Rabast. In den Tabellen müsse auch aufgeführt werden, ob es sich zum Beispiel um gesunde oder ungesunde Fette handele. Rabast glaubt aber nicht, dass sich die Deutschen künftig gesünder ernähren werden. "Für die Gesundheitsbewussten sind die Angaben hilfreich, aber die gleichgültigen Konsumenten werden sich davon wohl nicht beeinflussen lassen."

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