Nervensignale können auch "Geisterfahrer" sein

BERLIN (eb). Signale entstehen nicht nur im Nervenzellkörper, sondern auch in den Axonen. Eine Filterzelle reguliert dabei die Signalweiterleitung, berichten Berliner Forscher (Science 2012; 336 (6087): 1458-1461).

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Bisher nahm man an, dass Signale via Einbahnstraße fließen: Vom Zellkörper gelangen sie über das Axon zum nächsten Neuron, wo sie von Dendriten wie von Antennen empfangen werden.

Nun hat sich herausgestellt, dass Signale auch im Axon entstehen können, und zwar wenn Aktivitäten in den Nervenzellen zeitlich hoch synchron ablaufen, wie bei erhöhter Aufmerksamkeit.

Diese axonalen Signale laufen in zwei Richtungen und stellen damit ein neues Prinzip der Informationsverarbeitung dar: Zum einen werden sie zu anderen Nervenzellen geleitet und zum anderen in Richtung Zellkörper.

Allerdings besteht durch diese rückläufigen Signale die Gefahr einer übermäßigen Erregung der Zelle. Eine Filterzelle unterdrückt dies. Bei neurologischen Krankheiten wie Epilepsie sind diese Filter geschädigt.

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