Orthopädie

Neue Leitlinie Spezifischer Kreuzschmerz

Orthopäden und Unfallchirurgen stärken die strukturierte Versorgung bei Rückenschmerz.

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BERLIN. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC) hat für die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. (DGOU) gemeinsam mit 13 medizinischen Fachgesellschaften und Berufsverbänden die S2k-Leitlinie Spezifischer Kreuzschmerz herausgegeben.

Sie wurde zusammen mit Patientenvertretern unter Begleitung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) entwickelt. Es sei die erste Leitlinie, die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Behandlung von Patienten mit spezifischen Kreuzschmerzen dokumentiert, teilt die DGOU zur Veröffentlichung der Leitlinie mit.

Die Leitlinie Spezifischer Rückenschmerz ergänzt die seit 2010 bestehende und 2017 aktualisierte Nationale VersorgungsLeitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz (NVL Nicht-spezifischer Kreuzschmerz). Ursachen für spezifische Schmerzen im Rücken können ja zum Beispiel degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule, deformierte Bandscheiben, chronische Entzündungen oder Verschleißerscheinungen sein, erinnert die DGOU.

Bei schmerzhaften Erkrankungen der Wirbelsäule gelte in den ersten zwei bis drei Wochen die NVL Nicht-spezifischer Kreuzschmerz, sofern der Arzt nach eingehender körperlicher Untersuchung und Patientengesprächen keine eindeutigen Hinweise auf eine spezifische Ursache ermitteln kann. In der Regel verschwinden nicht-spezifische Rückenschmerzen bald von selbst.

Ab sofort können sich Mediziner die Leitlinie Spezifischer Kreuzschmerz heranziehen, wenn sich der Zustand nach wenigen Wochen nicht bessert und sie den Verdacht auf einen spezifischen Kreuzschmerz haben. Die neue Leitlinie Spezifischer Kreuzschmerz definiert Begriffe, Diagnose und Therapie dieser Krankheitsbilder.

"Sie ist damit eine wichtige Orientierungs- und Entscheidungshilfe für Ärzte, die auf dieser Grundlage Patienten mit Rückenproblemen noch zielgerichteter versorgen können", wird Privatdozent Dr. Stefan Kroppenstedt zitiert, einer der federführenden Autoren der Leitlinie. Kroppenstedt ist Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie, Sana Kliniken Sommerfeld. Durch eine zielgerichtete Therapie könne eine Chronifizierung des Rückenschmerzes vermieden werden, so der Experte. (eb)

Weitere Informationen: S2k-Leitlinie Spezifischer Kreuzschmerz unter: www.awmf.de (Reg. Nr. 033-051); www.dgou.de

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