Diabetes mellitus

Neue Pens sichern die Wahl des richtigen Insulins

PARIS (hbr). Das langwirksame Insulin glargin und das kurzwirksame Insulin glulisin sind jetzt in Europa in neuen Fertigpens erhältlich. Sie minimieren das Risiko, aus Versehen zum falschen Insulin zu greifen. Zudem kann das Hormon auch bei hohem Bedarf in Schritten zu einer Einheit exakt dosiert werden - bis zu 80 Einheiten hinauf.

Veröffentlicht: 02.04.2007, 08:00 Uhr

Das Verwechseln der Insulinsorten ist ein Sicherheitsrisiko in der Therapie von Typ-1- und Typ-2-Diabetikern: Wird statt des Basalinsulins versehentlich kurzwirksames Insulin injiziert, droht die Hypoglykämie. Klare Kennzeichnungen der Pens sind also erforderlich. Die beiden Pens sind deshalb komplett gefärbt und so auf Anhieb unterscheidbar: Der Lantus® SoloSTAR®-Pen, der jetzt in Deutschland eingeführt wurde, ist hellgrau. Insulin glulisin steckt im dunkelblauen Apidra® Solo-STAR®, der noch eingeführt wird. Das macht die Therapie sicherer, so Professor Patrick Phillips aus Australien bei einer Veranstaltung von Sanofi-Aventis in Paris. Die Farben sind auch bei Farbschwäche gut zu unterscheiden. Eine Aufschrift in großen Buchstaben erhöht die Sicherheit zusätzlich. Beide Pens enthalten je 300 I.E. Insulin. Dosiert wird in Einer-Schritten. Dabei sind bis 80 I.E. einstellbar. Die Feindosierung ist zum Beispiel bei niedrigem Insulinbedarf wichtig, etwa für Typ-1-Diabetiker, die vielleicht nur eine Einheit Bolus pro Broteinheit brauchen. Die Handhabung ist einfach: Die Patienten stellen ihre Dosis ein, indem sie den Dosierknopf drehen. Die eingestellte Menge ist ohne Insulinverlust korrigierbar. Beim Injizieren drücken sie den gleichen Knopf nach unten.

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