Neue Untersuchung gegen Engpass in Nuklearmedizin

BERLIN (ble). Kassen und KBV haben mit einer sofortigen vorläufigen Erlaubnis zur Diagnostik mittels einer 18-Fluor-PET-Diagnostik auf den akuten Engpass an 99c-Technetium in der Szintigrafie reagiert.

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Eine entsprechende Durchführungsempfehlung verabschiedete der Erweiterte Bewertungsausschuss in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag. Hintergrund ist der Ausfall von vier der weltweit fünf Reaktoren zur Herstellung von Molybdän 99, dessen Zerfallsprodukt Technetium in der Szintigrafie eingesetzt wird (wir berichteten).

Die Regelung gestatte "im gegebenen Ausnahmefall bei dringlichen Indikationen die alternative Diagnostik mittels einer 18-Flour-PET-Untersuchung, welche außerhalb der budgetierten Gesamtvergütung via Kostenerstattung abgerechnet werden kann", hieß es in einem Rundschreiben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung an die 17 KVen. Die Regelung soll zunächst bis zum 30. November gelten. Besteht bis dahin weiter ein Engpass am notwendigen Zerfallsprodukt 99c-Technetium, soll sie verlängert werden.

Der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner (BDN) reagierte mit "Dankbarkeit und Anerkennung" auf die Entscheidung. Noch nie habe er einen "derartig positiven gemeinsamen Willen" aller Beteiligten erlebt, so BDN-Chef Professor Jörg Mahlstedt.

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