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Neue Wirkstoffe gegen Krebs vor der Zulassung

BERLIN (gvg). Der bei Brustkrebs stark wirksame Tyrosinkinase-Hemmstoff Lapatinib ist derzeit die wichtigste Substanz in der Onkologie-Pipeline des Unternehmen GlaxoSmithKline. Mehrere andere Substanzen befinden sich bereits in Phase-III-Studien oder stehen kurz vor der Zulassung.

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Wie der GSK-Fachbereichsleiter für Onkologie, Dr. Jürgen Dethling, bei einer Veranstaltung in Berlin sagte, ist etwa die Substanz Nelarabin (Atriance®) zur Zulassung eingereicht. Sie könne bei den seltenen Rezidiven einer akuten lymphatischen T-Zell-Leukämie bei bis zu 50 Prozent der Betroffenen eine komplette Remission induzieren.

In Phase-III-Studien befindet sich außer Lapatinib (Tykerb®) auch die Substanz Pazopanib, ein Hemmstoff des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors VEGF. Er soll zunächst vor allem bei Patienten mit Nierenzellkarzinom angewendet werden.

Vorteilhaft an dieser Substanz sei die Applikation, die wahrscheinlich als tägliche Einmaldosis oral erfolgen könne, so Dethling. Ebenfalls in Phase-III-Studien sind die beiden Supportiv-Therapeutika Eltrombopag und Casopitant.

Eltrombopag, das ab Ende 2007 zur Zulassung eingereicht werden soll, dient der Blutplättchenstimulation bei Thrombopenien. Es aktiviert den Thrombopoietin-Rezeptor und löst, anders als bisher untersuchte Thrombopoietin-Analoga, offenbar keine allergischen Reaktionen aus.

Potentielle Anwendungsgebiete sind die idiopathische thrombozytopenischen Purpura (ITP), die Chemotherapie-induzierte Thrombopenie, mehrere hämatologische Erkrankungen und die chronische, mit Thrombopenie einhergehende Hepatitis.

Das Antiemetikum Casopitant schließlich ist ein Neurokinin-1-Rezeptor-Antagonist. In Phase-II-Studien konnte damit in Kombination mit Dexamethason und Ondansetron eine gute antiemetische Wirksamkeit nachgewiesen werden. Zwei weitere Substanzen befinden sich in Phase-I/II-Studien, sechs Substanzen würden derzeit präklinisch evaluiert.

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