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Neuer Standard in der Therapie bei schwerer Aortenstenose

Mit den Ergebnissen der PARTNER-Studie dürfte ein neuer Standard in der Behandlung von Patienten mit schwerer Aortenstenose geschaffen worden sein.

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WASHINGTON (ob). Seit der ersten kathetergestützten Implantation einer Aortenklappe im Jahr 2002 wird dieses neue Behandlungsverfahren in der klinischen Praxis immer häufiger genutzt. Von den jährlich mehr als 12 000 Patienten in Deutschland wegen Aortenklappenstenosen behandelten Patienten erhalten mittlerweile schon rund 2000 die neuen Klappen auf perkutanem Weg.

Abgesehen von Registerdaten mangelte es aber bisher an Daten aus randomisierten Studien, die eine zuverlässige Beurteilung von Nutzen und Risiken dieser so genannten Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) gestatten. Zumindest für die Subgruppe der als inoperabel erachteten Hochrisiko-Patienten mit schwerer Aortenstenose ist dies durch die aktuell beim Kongress TCT 2010 in Washington vorgestellten Ergebnisse der randomisierten PARTNER-Studie nun möglich geworden. Als implantierbares Klappensystem ist in dieser Studie die ballonexpandierbare Edwards-Sapien-Klappenprothese (Edwards Lifesciences) im Vergleich zur üblichen medikamentösen Standardtherapie (einschließlich Ballonaufdehnung) geprüft worden.

Die Gesamtsterberate nach einem Jahr wurde durch die TAVI-Behandlung signifikant um 45 Prozent und absolut um 20 Prozentpunkte reduziert (30,7 versus 50,7 Prozent). Bei Kombination der Ereignisse Tod und Wiedereinweisung in die Klinik ergab sich eine relative Risikoreduktion um 54 Prozent durch den kathetergestützten Klappenersatz im Vergleich zur Standardtherapie (42,5 versus 71,6 Prozent). Zudem war in der TAVI-Gruppe der Anteil der Patienten mit kardialen Beschwerden (NYHA III oder IV) signifikant niedriger.

Als negative Seite der TAVI-Behandlung wurde eine erhöhte Rate an vaskulären Komplikationen einschließlich Schlaganfälle beobachtet.

In einem noch laufenden Arm der PARTNER-Studie wird die TAVI-Behandlung derzeit bei für eine Operation geeigneten Patienten direkt mit dem chirurgischen Klappenersatz verglichen.

Lesen Sie dazu auch: Neue Herzklappe per Katheter rettet Patienten das Leben

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