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China

Neues Coronavirus ähnelt SARS-Viren aus Fledermäusen

Die Gensequenz des neuen Coronavirus, das wohl hinter der Lungenkrankheit unklarer Ätiologie in China steckt, ist entschlüsselt. Laut WHO könnte der Ausbruch größer sein als bisher angenommen.

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EM-Aufnahme des neuen Coronavirus, das in der chinesischen Stadt Wuhan wohl für die mysteriöse Lungenkrankheit verantwortlich ist.

EM-Aufnahme des neuen Coronavirus, das in der chinesischen Stadt Wuhan wohl für die mysteriöse Lungenkrankheit verantwortlich ist.

© KCDC/YNA/dpa

Neu-Isenburg. Die chinesischen Behörden haben die Gensequenz des neuen Coronavirus veröffentlicht, der wahrscheinlich die mysteriöse Lungenkrankheit in China verursacht hat. Damit hätten nun auch andere Länder die Möglichkeit, Screening-Tools auf das Virus „nCoV“ (Novel Corona Virus) zu entwickeln und das Virus genauer zu erforschen, berichtet die International Society for Infectious Diseases über ihren Internetdienst ProMed.

Die WHO warnte indes, der aktuelle Ausbruch könne größere Ausmaße haben als bisher angenommen, da es in innerhalb einiger Familien in wenigen Fällen eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung gegeben haben könnte, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Auch habe es in Thailand den ersten Fall einer Infektion mit nCoV außerhalb Chinas gegeben. Die Vereinten Nationen haben Reuters zufolge weltweit an Kliniken Handlungsempfehlungen für den Fall einer Ausbreitung von nCoV gegeben.

80-prozentige Ähnlichkeit

Wie ProMed meldet, hat nCoV eine 80-prozentige Ähnlichkeit mit SARS-Viren aus Fledermäusen und Zibetkatzen. Unterschiede gebe es vor allem bei den Proteinen, mit denen das Virus an menschliche Zellen andocke, so Professor Christian Drosten von der Charité Berlin. Dass ein zuvor unbekanntes Virus so wie das jetzige Ausbrüche beim Menschen verursacht, kommt nach Einschätzung Drostens etwa alle zehn Jahre vor.

Am Wochenende war publik geworden, dass ein 61-jähriger Mann gestorben ist, der wie die meisten anderen Patienten zu den Besuchern des Marktes gehört, der als Ursprungsort der Krankheit gilt.

Sieben der Patienten – darunter auch der verstorbene 61-Jährige – sind schwer erkrankt und befinden sich in einem kritischen Zustand. Chinesischen Medien zufolge soll der Tote an Krebs und einer chronischen Lebererkrankung gelitten haben. (bae/dpa)

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