Arthrose

Neues Coxib wirkt besonders schnell und langanhaltend

LEIPZIG (mar). Zur Therapie von Patienten mit aktivierter Arthrose, rheumatoider Arthritis (RA) oder akuter Gichtarthritis ist seit kurzem der neue selektive Cox-2-Hemmer Etoricoxib (Arcoxia®) im Handel. Vorteile der Substanz sind etwa, daß sie Schmerzen und Entzündungsvorgänge schnell und langanhaltend lindert und nur einmal täglich eingenommen werden muß.

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Der schnelle Wirkungseintritt erklärt sich durch das rasche Anfluten der Substanz. Schon 30 bis 60 Minuten nach Einnahme von Etoricoxib wird die Spitzenkonzentration im Blut erreicht, schneller als bei anderen Coxiben. Das hat Professor Kai Brune von der Uniklinik Erlangen beim Schmerzkongreß in Leipzig berichtet.

Die Elimination des Wirkstoffs erfolgt langsam über die Leber mit einer Halbwertszeit von 22 Stunden. Nach Zahnextraktionen habe eine Dosis des Coxibs ausgereicht, die Schmerzen der Patienten über 24 Stunden zu lindern, so Brune bei einem MSD-Symposium.

In Studien ist belegt, daß das neue Coxib ähnlich gut wirksam ist wie klassische NSAR, sagte Professor Josef Zacher aus Berlin. Bei Arthrose sei mit einmal täglich 60 mg Etoricoxib eine ähnlich gute Schmerzlinderung erzielt worden wie mit dreimal täglich 50 mg Diclofenac. Ein Vorteil des Coxibs sei aber gewesen, daß wesentlich schneller Schmerzfreiheit eintrat, so Zacher.

Bei RA gab es mit dem Coxib (einmal täglich 90 mg) in einer zwölfwöchigen Studie eine ähnlich gute Schmerzlinderung wie mit zweimal täglich 500 mg Naproxen. Die Gelenkschwellungen gingen mit dem Coxib aber besser zurück.

In einer Studie, an der Patienten mit einer akuten Gichtattacke teilgenommen haben, konnten Gelenkschmerzen und Gelenkschwellung mit 120 mg Etoricoxib einmal täglich ähnlich gut verringert werden wie mit dreimal täglich 50 mg Indometacin, jeweils über acht Tage.

Allerdings sei die Therapie mit dem selektiven COX-2-Hemmer von den Studienteilnehmern besser vertragen worden, berichtete Zacher. Die Rate an Medikamenten-abhängigen unerwünschten Wirkungen sei mit Indometacin doppelt so hoch gewesen wie mit Etoricoxib. Dies gelte sowohl für unerwünschte gastrointestinale als auch kardiovaskuläre Effekte.

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