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Noch immer für Überraschungen gut

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Die Studienergebnisse aus Uganda zur unterschiedlichen Gefährlichkeit der HIV-1-Subtypen belegen, daß HIV-1 - der bedeutendste Aids-Erreger - noch immer für Überraschungen gut ist.

Wer sich mit Subtyp D des Aids-Erregers infiziert, wird schneller Aids bekommen als jemand, der etwa den Subtyp A in sich trägt. Dies unterstützt die Bemühungen der Impfstoff-Forscher, möglichst viele Subtypen in ihren Vakzinen zu berücksichtigen.

Allerdings konzentrieren die Forscher sich derzeit auf die Subtypen A, B und C - Subtyp B ist das vorherrschende HI-Virus in Europa und Nordamerika - und weniger auf den Subtyp D. Die Studienergebnisse aus Uganda sollten sie aber in ihre Konzepte zur Impfstoffentwicklung aufnehmen, um einen möglichst umfassenden Schutz gegen HIV-1 zu entwickeln - sei es mit einem Impfstoff mit mehreren Virus-Subtyp-Komponenten, sei es mit mehreren Impfstoffen gegen jeweils wenige Subtypen.

Wie wichtig die Berücksichtigung der HIV-1-Subtypen bei der Bekämpfung des Aids-Erreger ist, macht auch die Tatsache deutlich, daß zum Beispiel der Subtyp D weniger gut als andere auf antiretrovirale Substanzen anspricht.

Lesen Sie dazu auch: HIV-Subtyp beeinflußt den Verlauf der Virus-Infektion

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