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IQWiG

Nutzen von PET oder PET/CT bei Ösophagus-Ca nicht belegt

Bringt der Einsatz von PET oder PET/CT Patienten mit Ösophagus-Ca Vorteile, etwa bessere Überlebenschancen oder bessere Lebensqualität? Um dies beurteilen zu können, fehlten entsprechende Studien, meldet das IQWiG.

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KÖLN. Der patientenrelevante Nutzen der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) bei einem Ösophaguskarzinom sei mangels Studien nicht belegt, teilt das IQWiG mit.

Auch in Hinblick auf ihre diagnostische und prognostische Güte bleibe unklar, ob diese Verfahren die Ausbreitung von Tumoren besser erfassen können, als dies mit herkömmlicher Diagnostik möglich ist. Zu diesem Ergebnis sei das Kölner Institut in seinem jetzt zum Thema publizierten Abschlussbericht gekommen.

In Deutschland erkrankten 2008 etwa 4800 Männer und 1400 Frauen neu an Speiseröhrenkrebs, durchschnittlich im Alter von 65 Jahren, erinnert das IQWiG. Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt hierzulande höchstens 20 Prozent.

Viele Expertinnen und Experten nähmen an, dass man durch eine Untersuchung mit PET oder PET/CT alleine oder in Kombination mit anderen Methoden besser beurteilen kann, wie weit sich ein Tumor ausgebreitet (Staging) und ob er auf eine Therapie angesprochen hat (Restaging).

Auch Rückfälle (Rezidive) sollen besser festgestellt werden können. Das erhoffte Ziel: Je genauer man weiß, wie weit fortgeschritten der Tumor ist, desto passgenauer und erfolgreicher können Patientinnen und Patienten behandelt werden.

Weltweite Suche nach direkt vergleichenden Interventionsstudien ohne Erfolg

Wissenschaftler des IQWiG hätten deshalb weltweit nach Studien gesucht, die die Auswirkungen der Diagnostik mittels PET oder PET/CT daraufhin untersuchten, ob sie für Patientinnen und Patienten spürbare Verbesserungen mit sich bringen, so das Kölner Institut.

Ob sich also beispielsweise ihre Überlebenschancen oder ihre Lebensqualität verbesserten oder ob man ihnen unnötige Operationen oder weitere diagnostische Eingriffe ersparen könne.

Allerdings sei die Suche nach solchen direkt vergleichenden Interventionsstudien erfolglos geblieben, meldet das IQWiG, so dass die Frage nach dem patientenrelevanten Nutzen der PET oder PET/CT beim Speiseröhrenkrebs unbeantwortet bleiben müsse.

Zusätzlich wurde nach Studien gesucht, in denen die diagnostische Genauigkeit und Vorhersagekraft der PET beziehungsweise PET/CT mit anderen Untersuchungsverfahren verglichen wurde. Für die diagnostische und prognostische Güte waren insgesamt 48 Studien relevant, wovon die meisten die Güte des Primärstaging untersuchten.

19 Studien verglichen die PET direkt mit der CT. Aussagen zugunsten eines der beiden Verfahren ließen sich aber nicht treffen, da sich in diesen Studien entweder kein statistisch signifikanter Unterschied zeigte oder die Daten nicht hinreichend sicher zu interpretieren seien.

Zum Therapieansprechen (Restaging) sowie zur Diagnose und Prognose von Rückfällen (Rezidiven) lägen bisher zu wenige hochwertige Studien vor, die die PET oder PET/CT direkt mit anderen diagnostischen Verfahren verglichen, schreibt das IQWiG.

Eine verlässliche Aussage zur diagnostischen und prognostischen Güte der PET oder PET/CT bei Restaging und Rezidivdiagnostik sei daher nicht möglich.

Unklar bleibe insbesondere der mögliche Vorteil von PET und PET/CT, die die Stoffwechselaktivität sichtbar machen, gegenüber den morphologischen bildgebenden Verfahren, wie etwa CT oder Kernspintomographie, die anatomische Strukturen abbilden. (eb)

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