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Baden-Württemberg

Oberarzt in Tübingen mit Coronavirus infiziert

Nach einem ersten Fall aus Göppingen gibt es nun zwei weitere Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Ein Infizierter ist Oberarzt am Uniklinikum Tübingen.

Veröffentlicht:

Stuttgart. In Baden-Württemberg haben sich zwei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Nach dem ersten Fall im Kreis Göppingen seien zwei Infektionen am Uniklinikum in Tübingen bestätigt worden, teilte das Krankenhaus am Mittwoch mit.

Kurz vor Bekanntwerden der beiden neuen Fälle hatte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) Einzelheiten zum „Patienten Null“, einem 25-jährigen Mann aus Göppingen, bekannt gegeben. Der Fall war am Dienstagabend bekannt geworden.

Nach Angaben Luchas hatte der junge Mann gemeinsam mit einer Freundin Mailand besucht. Zwei Tage nach den ersten Symptomen meldete er sich beim Gesundheitsamt. Dem Patienten gehe es gut, sagte Stefan Brockmann, der Leiter des Kompetenzzentrums Gesundheitsschutz des Landesgesundheitsamts.

Nach Medienberichten, unter anderem in „Welt online“, ist einer der beiden infizierten Patienten in Tübingen als Oberarzt in der Pathologie des Universitätsklinikums beschäftigt. Er habe sich bei seiner Tochter angesteckt. Sie war mit dem „Patienten Null“ zusammen in Mailand gewesen.

Der Oberarzt soll seit dem Wochenende auch Kontakt zu anderen Medizinern gehabt haben – diese Kontakte seien auch vollständig erfasst, verlautete aus dem Uniklinikum. Es seien ein Dutzend Oberärzte getestet und „aus der Krankenversorgung herausgenommen worden“. Sie seien unter Beobachtung. (dpa/eb)

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