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Odenwälder machen's vor: So steigen die FSME-Impfraten

FRANKFURT AM MAIN (ug). Gezielte Info-Kampagnen zu Impfungen können einiges erreichen. Das zeigt das Beispiel des Odenwaldkreises. Der hessische Landkreis ist seit dem Jahr 2000 ein FSME-Risikogebiet. Im Jahr 2003 waren dort nur knapp zehn Prozent der Erstklässler vollständig gegen FSME geimpft. Vier Jahre später, nach umfangreichen Kampagnen, war es schon fast jeder zweite.

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Drei Injektionen sind nötig für eine Grundimmunisierung von Patienten gegen FSME.

Drei Injektionen sind nötig für eine Grundimmunisierung von Patienten gegen FSME.

© Foto:Novartis Behring

Im gesamten Odenwald, der sich über Teile von Hessen, Bayern und Baden-Württemberg erstreckt, wurden im Jahr 2001 zehn FSME-Kranke registriert. Im Rekordjahr 2006 waren es sogar 69 und im vergangenen Jahr 17 Erkrankte. Drei Menschen zwischen 64 und 81 Jahren starben an der Infektion, deren Erreger bekanntlich von Zecken übertragen wird.

Die Gesundheitsbehörden in den betroffenen Landkreisen sahen dringenden Handlungsbedarf, hat Dr. Ulrich Falk aus Erbach berichtet. Im Jahr 2003 tat man sich zusammen und entwarf ein ganzes Paket an Maßnahmen, sagte der Leiter des Odenwaldkreis-Gesundheitsamts auf einer Veranstaltung von Novartis Behring in Frankfurt am Main.

Dazu gehörten Infos für die Allgemeinmediziner und Kinder- und Jugendärzte, Kampagnen in Kindertagesstätten, eine Zeckenausstellung in Schulen, eine spezielle Impfberatung in den 7. Schulklassen sowie die Beratung der Eltern bei der Einschulungsuntersuchung ihrer Kinder. Die Gesundheitsämter der betroffenen Kreise haben länderübergreifend zusammengearbeitet und eine Aufklärungsbroschüre für 10- bis 14-jährige Schüler zusammengestellt, in der über Zecken, die FSME-Infektion und den Schutz davor aufgeklärt wird.

All diese Maßnahmen waren äußerst erfolgreich. Im Jahr 2007 waren im hessischen Odenwaldkreis 44 Prozent der Kinder bei der Einschulungsuntersuchung vollständig gegen FSME geschützt. Auf diese Zahl ist Falk stolz, denn im selben Jahr seien in Baden-Württemberg, wo es die meisten FSME-Hochrisikogebiete in Deutschland gibt, nur 21 Prozent der Kinder bei der Einschulung vollständig geimpft gewesen und in Bayern 29 Prozent.

Doch der Odenwaldkreis hat noch mehr Erfolge zu berichten: In den 4. Schulklassen hatten vergangenes Jahr 51 Prozent der Schüler und in den 7. Klassen gar 63 Prozent der Schüler einen vollständigen FSME-Impfschutz. Es bringt also viel, wenn die Behörden die Bevölkerung gründlich informieren.

Die aktuelle Karte mit den Risikogebieten gibt es hier: www.rki.de - "Infektionsschutz", dann "Epid Bull", dann 17/2008 auswählen

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