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Offensive gegen Magen-Darm-Krebs

DRESDEN (dür). Mit einem Integrationsvertrag reagieren die Ersatzkrankenkassen in Sachsen auf die Zunahme von Erkrankungen an Magen- und Darmkrebs. Er soll Versicherte zur Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen anregen.

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Partner des Projektes sind 20 niedergelassene Fachärzte, davon zwölf Gastroenterologen und acht Onkologen, sowie das Bauchzentrum des Diakonissenkrankenhauses Dresden. Genutzt werden kann das Früherkennungs- und Therapieprogramm von Ersatzkassenversicherten in den Regionen Dresden, Pirna, Freital, Radebeul, Neustadt und Meißen. Bewährt es sich, soll es auf ganz Sachsen ausgedehnt werden.

Der Vertrag bietet laut VdAK Vorteile, zum Beispiel einen raschen Termin für die Untersuchung beim Spezialisten. Risikopatienten für Magen- oder Darmkrebs können bereits vor dem 55. Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen. Das betrifft vor allem Patienten mit familiärer Vorbelastung und Patienten mit chronischer Gastritis.

Die am Vertrag beteiligten Ärzte verpflichten sich zur Therapie und Nachsorge entsprechend den onkologischen Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaften, so VdAK-Sprecher Holger Kuschel bei der Vorstellung des Konzepts. Zudem werden Patienten von der Diagnose über die Operation bis zur Reha von einem verantwortlichen Arzt durchgängig betreut, der auch für die Dokumentation der gesamten Behandlungskette zuständig ist.

In Sachsen erkranken Jahr für Jahr rund 1900 Männer und 1600 Frauen neu an Darmkrebs und 650 Männer und 550 Frauen an Magenkrebs. Deutschlandweit sind nach VdAK-Angaben insgesamt schätzungsweise rund 46 500 Männer und 53 000 Frauen pro Jahr von Magen-Darm-Krebs betroffen.

"Gerade weil diese Erkrankung eine steigende Tendenz aufweist, ist es unerlässlich, die Menschen zur Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen anzuspornen", erläuterte Ulrike Elsner, Leiterin der VdAK/AEV-Landesvertretung, die Motivation der Kassen für das Projekt. Je früher die Diagnose gestellt werde, desto größer seien die Heilungschancen.

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