Intermediäre Hyperglykämie

Oft Reinfarkte?

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AMSTERDAM. Nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall ist das Risiko eines erneuten kardiovaskulären Ereignisses klar erhöht, wenn die Patienten unter einem manifesten Typ-2-Diabetes leiden.

Dagegen scheint eine intermediäre Hyperglykämie in diesem Punkt die Prognose nicht zu beeinflussen.

Von einer "intermediären Hyperglykämie" (früher: "Prä-Diabetes") spricht man, wenn der Blutzuckergehalt gegenüber dem Normalwert erhöht ist, jedoch noch kein Diabetes diagnostiziert werden kann.

In der Subanalyse der niederländischen Hoorn-Studie waren 336 Patienten eingeschlossen, die bereits ein erstes Herz-Kreislauf-Ereignis erlitten hatten (Diabetes Care 2013, online 22. Juli). Die Forscher beobachteten sie über vier Jahre nach.

In dieser Zeit kam es bei Patienten mit intermediär erhöhten Blutzuckerwerten nur unerheblich häufiger als bei Normoglykämikern zu einem erneuten Ereignis: Hochgerechnet auf 100 Personenjahre betrug die Rate 9,8 gegenüber 7,2.

Unter den Patienten mit Typ-2-Diabetes ereigneten sich solche Fälle dagegen im Schnitt 12,5-mal pro 100 Personenjahre. Vor allem ein Herzinfarkt in der Anamnese erhöhte die Wahrscheinlichkeit, dass die Patienten nach dem ersten Ereignis ein zweites erlitten (Hazard Ratio 1,38). Die Gefahr stieg außerdem mit dem Alter. (eo)

Zum Ärzte Zeitung Dossier Diabetes (für Fachkreise)

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