Diabetes mellitus

Olmesartan reduziert das Plaquevolumen

BOCHUM (mop). In der MORE-Studie konnte erstmals für ein Sartan (Olmesartan) gezeigt werden, dass das Volumen von Plaques in Karotisgefäßen von Hypertonikern verringert werden kann. Damit verbindet sich die Hoffnung, dass Olmesartan dem atherosklerotischen Prozess besonders effektiv entgegenwirkt, wovon vor allem Risikopatienten profitieren könnten.

Veröffentlicht: 29.11.2007, 05:00 Uhr

Risikopatienten waren auch in die doppelblinde Pilotstudie MORE aufgenommen worden. Die 165 übergewichtigen Hochdruckpatienten hatten eine erhöhte Intima-Media-Dicke oder Karotisplaques. Beide Veränderungen seien Ausdruck von Endorganschäden bei arterieller Hypertonie, sagte Professsor Heinz Lambertz aus Wiesbaden bei einem Symposium von Daiichi-Sankyo beim Kongress der Deutschen Hochdruckliga in Bochum. Die Patienten erhielten zwei Jahre lang randomisiert entweder 20 bis 40 mg Olmesartan (Olmetec®) oder 50 bis 100 mg Atenolol. IMT und Plaquevolumen wurden mit hoch senstiver 3-D-Ultraschallmessung bestimmt.

Beide Substanzen verminderten - bei gleicher Blutdrucksenkung - die IMT innerhalb von zwei Jahren ähnlich gut und hochsignifikant. Der Rückgang der IMT wird daher weitgehend als Folge der Blutdrucksenkung gewertet. Anders bei den Plaquevolumina: Hier fand unter Atenolol keine Regression statt. Jedoch gingen die Plaquevolumina unter Olmesartan um so stärker zurück, je größer sie anfangs waren. Plaques mit einem Ausgangsvolumen von >&eq;,7 μl nahmen um 11,8 μl ab, bei einem Plaquevolumen von >&eq; 50 μl verkleinerte sich das Volumen um 16 μl. Die Plaque-Regression nahm unter Olmesartan kontinuierlich zu, dagegen erreichte der Blutdruck bereits nach 28 Wochen ein Plateau. Die Wirkung von Olmesartan auf das Plaquevolumen ist daher unabhängig von der Blutdrucksenkung, so Professor Jürgen Scholze aus Berlin.

MORE: Multicentre Olmesartan Atherosclerosis Regression Evaluation

DIE STUDIE IN KÜRZE

Frage: Kann Olmesartan im Vergleich zu Atenolol Plaquegröße und Intima-Media-Dicke (IMT) substanzspezifisch beeinflussen?

Methode: Es nahmen 165 übergewichtige Hypertoniker mit weiteren Risikofaktoren teil. Die Auswertung erfolgt mit dreidimensionaler Ultraschallmessung.

Ergebnisse:

Bei ähnlich guter Blutdrucksenkung nimmt die IMT mit beiden Mitteln gleich gut und hoch signifikant ab. Nur Olmesartan reduziert auch das Plaquevolumen.

Mehr zum Thema

„CoronaUpdate“-Podcast

Der „Corona-Tunnel“ – und seine Folgen für die Medizin

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Wer braucht schon Masken im Kampf gegen Corona?

Praxisumbau wegen COVID-19

Wer braucht schon Masken im Kampf gegen Corona?

Aut-idem-Kreuz hat nichts mehr zu sagen

Arzneimittelverordnung

Aut-idem-Kreuz hat nichts mehr zu sagen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden