Olmesartan zur Prävention von Mikroalbuminurie wird jetzt geprüft

PARIS (gvg). Auf dem Europäischen Hypertoniekongreß in Paris wurde der Beginn einer großen Primärpräventionsstudie für Patienten mit Typ-2-Diabetes bekanntgegeben. Untersucht werden soll der Einfluß von Olmesartan auf das Auftreten einer Mikroalbuminurie.

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"Die ROADMAP-Studie ist die erste große Primärpräventionsstudie bei Typ-2-Diabetikern", sagte Professor Hermann Haller von der Medizinischen Hochschule Hannover auf einer Veranstaltung des Unternehmens Sankyo. An der von Haller geleiteten, randomisierten, kontrollierten Multicenterstudie sollen insgesamt 4400 Patienten mit Typ-2-Diabetes in zwanzig europäischen Ländern teilnehmen.

Die Teilnehmer haben noch keine Mikroalbuminurie, scheiden also maximal 30 Milligramm Albumin im Urin pro Tag aus. Sie müssen außerdem aus einer vorgegebenen Liste mindestens einen zusätzlichen Risikofaktor aufweisen, darunter einen erhöhten Wert für das Gesamtcholesterin, Zigarettenkonsum von mehr als fünf Zigaretten pro Tag, einen erhöhten Blutdruck oder einen BMI über 28.

Die Patienten erhalten entweder 40 Milligramm Olmesartan (Olmetec®) oder Placebo und sollen über durchschnittlich fünf Jahre beobachtet werden. Der primäre Endpunkt ist das Auftreten einer Mikroalbuminurie. Sekundäre Endpunkte sind eine Veränderung der Kreatinin-Clearance, kardiovaskuläre Ereignisse und das Auftreten einer diabetischen Retinopathie.

"Entscheidend wird sein, daß es uns gelingt, den Blutdruck in beiden Gruppen gleich gut zu kontrollieren, um diese Störgröße auszuschließen", so Haller zur "Ärzte Zeitung". Die Patienten in der Kontrollgruppe dürfen dazu keine Hemmstoffe des Renin-Angiotensin-Systems erhalten. Sollte sich zeigen, daß die Therapie mit dem Sartan das Auftreten einer Mikroalbuminurie verhindern kann, werde das unmittelbaren Einfluß auf die Diabetikerbehandlung haben, ist sich Haller sicher. Die Vision ist eine medikamentöse Prophylaxe der diabetischen Nephropathie.

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