Internistenkongress

Onkologie für Nicht-Onkologen

Veröffentlicht: 05.03.2020, 18:46 Uhr

Wiesbaden. „Onkologie für Nicht-Onkologen“ ist eines der Leitthemen des Internistenkongresses, der vom 25. bis 28. April in Wiesbaden stattfindet. Berührungspunkte zwischen der Inneren Medizin und der Onkologie gibt es viele. Ein Beispiel ist Hypertonie als unerwünschter Effekt einer Therapie mit VEGF-Antagonisten – erklärbar durch die Wirkweise der VEGF-Inhibitoren.

Ein weiteres Beispiel sind Autoimmunerkrankungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Checkpoint-Inhibitoren. Diese Arzneien, die die körpereigene Immunabwehr verstärken, aktivieren dabei ja dieselben Zellen, die an der Entstehung der Rheumatoiden Arthritis und anderer Autoimmunerkrankungen beteiligt sind – die körpereigenen T-Zellen. Folgen können Muskel- oder Gelenkschmerzen sein, aber auch eine Entzündung der Tränen-oder Speicheldrüsen. In Einzelfällen werden auch Blutgefäße angegriffen oder es kommt zu Autoimmunerkrankungen von Drüsen, Darm, Haut oder von anderen inneren Organen.

„Die naturwissenschaftliche Basis der Inneren Medizin hat inzwischen in allen ihrer Bereiche zu diagnostischen und therapeutischen Fortschritten geführt, die noch in meinem Studium als Science-Fiktion gegolten hätten“, so Kongresspräsident Professor Jürgen Floege, Uniklinik der RWTH Aachen, in seiner Einladung zum Kongress. Die Onkologie sei hier als ein Beispiel herausgegriffen. „Komplexe Inhalte dieser Art müssen und sollen weiterhin unseren Patienten in verständlicher Weise – nicht nur von onkologischen Spezialisten vermittelt werden“, begründet Floege die Wahl des Leitthemas. (mal)

Infos zum Kongress: DGIM2020.de

Mehr zum Thema

EAU TODAY 2020

Ausgewählte Studien vom EAU20 Virtual

Leukämie

Neue Option mit Ibrutinib bei CLL in Sicht

Das könnte Sie auch interessieren
Prof. Florian Langner ist Oberarzt am Zentrum für Onkologie, II. Medizinische Klinik und Poliklinik des UKE Hamburg

„ÄrzteTage extra“-Podcast

Thromboseprophylaxe und COVID-19

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Leo Pharma GmbH, Neu-Isenburg
Aktuelle GTH-Empfehlung zur Thromboseprophylaxe bei COVID-19

CAT-Algorithmus

Aktuelle GTH-Empfehlung zur Thromboseprophylaxe bei COVID-19

Anzeige
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Wie viele Pillen sind geboten? Der Arzneireport der Barmer weist auf das ungelöste Problem der Polypharmazie hin.

Barmer prangert an

Arzneimitteltherapie oft „im Blindflug“

Viele Krankenpflegekräfte mussten während der Hochzeit der Pandemie unter erschwerten Bedingungen arbeiten.

Einmalzahlung

Corona-Bonus auch für Pflegekräfte in Kliniken

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden