Direkt zum Inhaltsbereich

Psychologie

Online-Training fördert Resilienz bei der Arbeit

Ein Online-Programm, das die psychische Gesundheit von Mitarbeitern steigert, haben Forscher der Uni Erlangen-Nürnberg entwickelt.

Veröffentlicht:

NÜRNBERG / ERLANGEN. In sechs Wochen zu mehr Resilienz gelangen, kann das funktionieren? Neuen Forschungsergebnissen zufolge ja: Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg haben in ihrem Projekt "Resilire – Altersübergreifendes Resilienz-Management" ein Online-Training zur Resilienzförderung entwickelt und in ersten Studienergebnissen Erfolge nachweisen können.

"Mit zwölf Übungseinheiten, die jeweils nur fünf bis zehn Minuten dauern, ist das Online-Training bewusst zeiteffizient konzipiert", wird Dr. Roman Soucek von der FAU in einer Mitteilung der Uni zitiert. Bei der Entwicklung des Programms legten die Forscher besonderen Wert auf das Einüben und Reflektieren von Verhaltensweisen, die die Resilienz fördern. Dass das Training auch Unternehmen etwas bringt, zeigen die Ergebnisse aus vier betrieblichen Fallstudien in unterschiedlichen Branchen.

"Das Training erhält überwiegend gute bis sehr gute Bewertungen von den inzwischen mehr als 200 Teilnehmenden", so Projektmitarbeiterin Dr. Nina Pauls. "Die Teilnehmer erzielten außerdem erstaunliche Lerneffekte im Wissensbereich, obwohl das Training sehr kurz ist und die Wissensvermittlung nicht im Vordergrund steht." Wichtig sind für Unternehmen die langfristigen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Beschäftigten. Auch dies wurde im Forschungsprojekt "Resilire" untersucht.

"In Fallstudien zeigte sich, dass die Teilnehmer nach dem Training tatsächlich mehr resilientes Verhalten bei der Arbeit zeigen", so Dr. Roman Soucek, der ebenfalls an dem Projekt mitgearbeitet hat. In Folge des Trainings sei die psychische Beanspruchung der Beschäftigten deutlich gesunken, ihr Engagement bei der Arbeit habe zugenommen. (eb)

Das Online-Training und das Forschungsprojekt "Resilire" stellen die Forscher am 6. Juli 2017 in Nürnberg vor. Weitere Informationen unter https://www.resilire.de/tagung.php

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Akuter ischämischer Insult oder TIA

Schützt GLP-1-Rezeptoragonist vor frühen Schlaganfall-Rezidiven?

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Folgen einer Fehldiagnose bei Menschen mit einer Seltenen Erkrankung (SE), die angaben, dass ihre SE oder die SE einer von ihnen betreuten Person mindestens einmal falsch diagnostiziert wurde (n=4.756)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Neuromyelitis-Optica-Spektrum-Erkrankungen

Weshalb das rechtzeitige Erkennen und Behandeln wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Ofatumumab zeigt günstiges 8-Jahres-Sicherheitsprofil

© William / Generated with AI / Stock.adobe.com

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

Ofatumumab zeigt günstiges 8-Jahres-Sicherheitsprofil

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Tab. 1: Stufentherapieschema zur verlaufsmodifizierenden Therapie der generalisierten Myasthenia gravis

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Generalisierte Myasthenia gravis

Krankheitssymptome und Therapielast wirksam lindern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Digitalisierung

ePA: gematik schaltet im Juli neue Funktionen frei

Lesetipps
Ein Arzt schaut sich ein EGK an.

© Evgeniy Kalinovskiy / stock.adob

Beispiele zum Durchklicken

Auffälliges EKG: Was steckt hinter diesen 13 Fällen?