Direkt zum Inhaltsbereich

Elektive Eingriffe

Op nach Stent am besten verschieben

Veröffentlicht:

WIESBADEN. Die Frage, ob die duale Plättchenhemmung (DAPT) nach Stentimplantation für eine Operation unterbrochen werden kann, gehört zu den häufigsten Anlässen für kardiologische Konsile.

Für Professor Michael Haude, Neuss, lautet beim Internistenkongress in Wiesbaden die entscheidende Botschaft: Bloß nicht unüberlegt absetzen! "Das vorzeitige Absetzen der DAPT ist der wichtigste Risikofaktor für eine Stentthrombose. Und deren Mortalität beträgt bis zu 40 Prozent."

Für die Praxis bedeutet das: Elektive Operationen sollten möglichst verschoben werden. Beim konventionellen Stent (DAPT-Dauer: 4 Wochen) können elektive Eingriffe nach 6, besser 12 Wochen erfolgen.

Beim Drug Eluting Stent sollte erst nach einem Jahr elektiv operiert werden, also nach Ende der DAPT. In beiden Fällen werde ASS nicht abgesetzt, so Haude.

Ist eine Op unter DAPT nötig, wird das individuelle Stentthromboserisiko interdisziplinär abgeschätzt: Je mehr Metall, je kleiner das Gefäß und je frischer der Stent, umso gefährlicher. "Die meisten Operationen können grundsätzlich unter DAPT durchgeführt werden", so Haude.

Das gilt auch für Baucheingriffe. Wenn bei geringem Stentthromboserisiko abgesetzt wird, dann bleibt ASS an Bord, und Clopidogrel & Co werden postoperativ so schnell wie möglich wieder angesetzt.

Ein Bridging mit GP IIb/IIIa-Antagonisten ist nur bei sehr hohem Stentthromboserisiko indiziert. Haude: "Was eindeutig nichts bringt, ist ein Heparin-Bridging." (gvg)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Plaques bewerten

Screening mittels Koronar-CT: Was das bringen könnte

Sonderbericht

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG
Abb. 1-- Zeit bis zum ersten Ereignis (Tod durch jegliche Ursache oder kardiovaskuläres Ereignisb) in der Gesamtpopulation (a) bzw. in der Monotherapie-Population (b).

© Springer Medizin Verlag

Mit Vutrisiran früh kausal behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neovaskuläre altersbedingte Makuladegeneration

Anti-VEGF-Injektionen: Versäumte Termine kosten nAMD-Patienten wohl Sehschärfe

Lesetipps
Reiseimpfungen bei Kindern: Müssen Abstandsregeln eingehalten werden?

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Reiseimpfungen bei Kindern: Müssen Abstandsregeln eingehalten werden?