Direkt zum Inhaltsbereich

Pflaster bessert Sexualleben nach Ovarektomie

FRANKFURT AM MAIN (hbr). Das Testosteronpflaster Intrinsa® bessert bei Frauen mit chirurgisch ausgelöster Menopause das Sexualleben. Der Erfolg ist schon nach acht Wochen signifikant.

Veröffentlicht:

Das belegen die beiden INTIMATE (Investigation of Natural Testosterone In Menopausal women Also Taking Estrogen)-Studien. Dr. Matthias Fuchs von Procter & Gamble stellte die Ergebnisse bei der Einführungs-Pressekonferenz des Unternehmens in Frankfurt am Main vor. Das Pflaster ist ab Januar 2007 erhältlich.

An den Studien nahmen 1095 Frauen teil. Ihnen waren mindestens sechs Monate vorher beide Eierstöcke sowie Eileiter oder Gebärmutter entfernt worden; und seit mindestens drei Monaten erhielten sie ein Östrogenpräparat. Die chirurgisch bedingte Menopause durch beidseitige Ovarektomie halbiert in der Regel den Testosteronspiegel. Nach dem operativen Eingriff hatte das sexuelle Verlangen der Frauen abgenommen: Die Betroffenen hatten weniger sexuelle Gedanken oder waren weniger bereit zu sexuellen Aktivitäten - auch als "Hypoactive Sexual Desire Disorder" bezeichnet.

Die Patientinnen trugen sechs Monate lang Hormon- oder Placebo-Pflaster auf dem Bauch, die sie alle drei bis vier Tage wechselten. Aus dem Pflaster gelangen täglich 300 µg Testosteron ins Blut. Das Testosteron besserte das Sexualleben im Vergleich zum Placebo signifikant. So stieg in einer der beiden Studien die Zahl der befriedigenden sexuellen Aktivitäten bei den Frauen der Verum-Gruppe von im Mittel 2,8 zu Studienbeginn auf 4,9 in den letzten vier Wochen vor Studienende.

Bei den Frauen in der Placebo-Gruppe war es im Mittel nur eine Episode mehr. Das sexuelle Verlangen stieg mit dem Verum ebenfalls deutlich stärker als mit Placebo. Nach den Studienergebnissen sind alle Unterschiede spätestens nach acht Wochen signifikant gewesen. Die Therapie sei insgesamt gut vertragen worden, sagte Fuchs.

Mehr zum Thema

Fehlende Folgediagnosen verfälschen das Bild

Zi: Endometriose wird in Abrechnungsdaten häufig unterschätzt

Das könnte Sie auch interessieren
Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

© piyato | iStock

Vaginalmykose im Fokus

Vaginalmykosen neu denken: Pathogenese, Zyklus und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

© iStock / okskukuruza

Vaginale Gesundheit

Intimhygiene: Was die vaginale Schleimhaut wirklich braucht

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Warnzeichen früh erkennen

Immundefekte: Das ist die Basisdiagnostik für die Praxis

Porträt

Wie ein Hausarzt mit seinem„Medmobil“ Obdachlose versorgt

Lesetipps
Echzeitdarstellung der Blutzuckermessung auf einem Smartphone

© Remigiusz Góra / stock.adobe.com

Kasuistik

Seltene Ursache rezidivierender Hypoglykämien