Direkt zum Inhaltsbereich

Phytopharmaka fördern Genesung bei Erkältungen

MÜNCHEN (sto). Akute Atemwegsinfektionen werden meist durch Viren verursacht. Besonders bei Kindern sind dann Abwehrmechanismen wie die mukoziliäre Clearance beeinträchtigt. Die Therapie mit Phytopharmaka beugt Komplikationen vor.

Veröffentlicht:

Virusbedingte Atemwegsinfekte haben bei Kindern öfter als bei Erwachsenen zur Folge, daß die Schleimhautoberflächen mit Bakterien besiedelt werden, sagt Professor Josef Peter Guggenbichler aus Erlangen. Als Folge bekommt etwa jedes vierte Kind bakterielle Superinfektionen, so der Kinderarzt bei einer Veranstaltung des Komitees Forschung Naturmedizin (KFN) in München.

Phytopharmaka mit Thymian, Primel und Efeu steigern die unspezifische Abwehr, indem sie die Zilien-Schlagfrequenz steigern und Sekrete verflüssigen, so Guggenbichler. Ebenso seien antientzündliche, antibakterielle und antivirale Wirkungen beschrieben.

In einer Studie mit 361 Erwachsenen mit akuter Bronchitis reduzierte eine Therapie mit einer Thymian-Efeu-Kombination die Zahl der Hustenanfälle binnen einer Woche im Mittel um 69 Prozent. Mit Placebo waren es 48 Prozent. Nach neun Tagen waren mit der Kombitherapie 29 Prozent und unter Placebo 15 Prozent der Patienten hustenfrei.

In einer Anwendungsbeobachtung mit 839 hustenden Kindern wurde die Wirksamkeit einer Kombination aus Thymian- und Primelwurzel-Fluidextrakt untersucht. Bei 74 Prozent besserte sich der Husten nach vier Tagen deutlich, nach sieben Tagen waren 82 Prozent symptomfrei.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Metaanalyse

Atemwegsviren auch bei nichtakutem Asthma häufig nachweisbar

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

© Iuliia Petrovskaia | iStock

Dermatophyten-Infektionen

Thailandpilz, Tierkontakt & Nagelpilz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Rauchjahre statt Packungsjahre

Lassen sich die Kriterien fürs Lungenkrebs-Screening vereinfachen?

Lesetipps
Manche Menschen mit Adipositas haben ein vergleichsweise günstiges kardiovaskuläres Risikoprofil: offenbar vor allem diejenigen mit weniger zentraler Fettansammlung. (Symbolbild mit Fotomodell)

© sam richter / stock.adobe.com

Mega-Analyse

BMI ade? Beim kardiovaskulären Risiko kommt es auf das Bauchfett an