Potenzpille aus Pflanzen im Test (Update 17:09)

Veröffentlicht:

BERLIN (dpa/nös). An der Berliner Charité wird zurzeit erfolgreich eine Potenzpille aus pflanzlichen Bestandteilen getestet. In klinischen Versuchen hatten 50 Männer danach mehr Lust auf Sex, mehr Spaß im Bett und fühlten sich auch sonst wohler. Der anregende Cocktail besteht vor allem aus Teilen der Pflanze Tribulus terrestris (Erd-Burzeldorn), die in Osteuropa wächst. Ähnlich wirkt die Andenpflanze Maca. "Maca steigert die Bindungsfähigkeit des Testosterons", erläutert Olaf Schröder vom Charité-Institut für Transfusionsmedizin. Im Frühjahr 2010 soll das Bio-Potenzmittel auf den Markt kommen.

Die Charité distanzierte sich unterdessen von den Berichten. Die Untersuchungen würden in Eigenregie des Mitarbeiters Olaf Schröder durchgeführt. Zwar habe man auf seine Bitte hin einen Probandenaufruf gestartet. In nachfolgenden Interviews mit verschiedenen Medien habe es seitens Schröder allerdings "unglückliche Äußerungen" gegeben, bestätigte eine Sprecherin gegenüber der "Ärzte Zeitung". Gemeint ist damit die Nennung des Produktnamens. Dies entspreche nicht den wissenschaftlichen Standards, so die Charité. Derzeit prüfe man die Übereinstimmung mit den Richtlinien der Charité zur guten wissenschaftlichen Praxis. Man behalte sich außerdem geeignete Reaktionen vor und schließe rechtliche Schritte nicht aus.

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kasuistik zu Autoimmunerkrankung

Wüssten Sie, was hinter diesen Symptomen steckt?

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?

Wenig bekannte Insulinkomplikation

Vorsicht bei Insulininjektionen: Nicht immer dieselbe Stelle nehmen

Lesetipps