Adipositas

Präparat gegen Adipositas in Sicht

MAINZ (eis). In den USA ist ein neues Medikament in Sicht, mit dem sich deutlich Gewicht reduzieren lässt. Das hat Professor Andreas Hamann von den Hochtaunus-Kliniken Bad Homburg beim Diabetes Update berichtet.

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Das Präparat mit dem Amphetamin-Derivat Phentermin und dem Antiepileptikum Topiramat wurde in einer 56-wöchigen Phase-3-Studie mit knapp 2500 Patienten (BMI: 27 bis 45) mit Diabetes, Hypertonie oder Adipositas gegen Placebo geprüft (Lancet 2011; 377: 1341).

Die Patienten der Verumgruppe nahmen je nach Dosis 8,1 kg oder 10,2 kg ab. Trotz Nebenwirkungen wie Depressivität, Unruhe und Konzentrationsstörungen hat der FDA-Fachausschuss der Zulassung des Mittels (Qnexa) vom Unternehmen Vivus zugestimmt.

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Thomas Georg Schätzler

Endlosschleife?

Es ist doch immer dieselbe Leier: Erst die Appetitzügler mit der Nebenwirkung irreversibler pulmonaler Hypertonie. Dann die alkoholhaltigen Antiadipositas-Naturheiltropfen, die nur die Herstellerbilanzen augmentierten. Danach Xenical®, welches kombiniert mit Sahnetorte oder fetter Schweinshaxe bei drastischen gastrointestinalen Folgen zu sozialer Vereinsamung führte. Schlussendlich eine Reihe anderer Präparate, die kometengleich am Pharmakologiehimmel verglühten, weil die Zulassungsstudien unzureichend und risikoverleugnend waren.

Und jetzt, als Krönung des Ganzen, soll ausgerechnet ein Amphetamin-Derivat Phentermin und das Antiepileptikum Topiramat als Kombination mit erklärten Nebenwirkungen wie Depressivität, Unruhe und Konzentrationsstörungen FDA-Zulassungsstatus erringen? Müssen denn erst wieder Patienten zu Schaden kommen? Es bleibt dabei: Nur bei negativer Energiebilanz funktioniert Abnehmen. Und das ist auch gut so!

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM (z. Zt. Mauterndorf/A)


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