Preis für innovative Forscherinnen aus Mainz

MAINZ (ayaz). Für Erkenntnisse, die zu neuen therapeutischen Ansätzen beim Antiphospholipid-Syndrom (ADS) und der Tropenkrankheit Leishmaniasis führen können, wurden zwei Wissenschaftlerinnen der Uniklinik Mainz mit dem Boehringer-Ingelheim-Preis ausgezeichnet.

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Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Preis geht an die Immunologin Dr. Nadine Prinz und die Biologin Dr. Kordula Kautz-Neu.

Am ADS erkranken in Deutschland pro Jahr 20.000 bis 30.000 Patienten. Sie haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Thrombosen, Lungenembolien, Herzinfarkte und Schlaganfälle sowie Fehlgeburten. Ursache sind Antikörper, die gegen Phospholipide in Zellmembranen gerichtet sind, sogenannte AP-AK.

Prinz deckte einen bislang unbekannten Signalweg auf, durch den vom Körper gebildete AP-AK Zellen des Immunsystems stimulieren.

"Diese Antikörper aktivieren ein Enzym, das hochreaktive Superoxid-Radikale produziert, die wiederum eine Signalkaskade in der Zelle auslösen, an deren Ende das erhöhte Thromboserisiko der Patienten steht", erklärte Prinz bei einer Veranstaltung von Boehringer- Ingelheim in Mainz.

Ansatz zu Impfstoff

Kautz-Neu liefert mit ihrer Forschung einen Ansatz zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen die Leishmaniasis. An dieser Infektion mit einem einzelligen Parasiten erkranken nach Angaben der WHO jährlich über zwei Millionen Menschen.

Durch den Stich einer infizierten Schmetterlingsmücke übertragen, können sie mukokutane, kutane sowie systemische Leishmaniasis verursachen, so Kautz-Neu.

Sie fand heraus, dass Langerhanszellen in der äußersten Hautschicht bei Leishmaniasis nicht wie bei anderen Infektionen schützende Effektor-T-Zellen des Immunsystems aktivieren, sondern deren Funktion zum "Nutzen" der Krankheit unterdrücken.

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