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Vergleichsstudie

Prognose bei Krebs hängt vom Land ab

In Industrieländern hat sich die Prognose von Krebskranken einer Studie zufolge seit 1995 verbessert. Rückgänge von Inzidenz und Mortalität gab es besonders bei Magen-, Kolon-, Lungen- (bei Männern) und Ovarial-Karzinomen.

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LYON. In Industrieländern hat sich die Prognose von Krebskranken seit 1995 verbessert, berichten Forscher um Dr. Melina Arnold von der International Agency for Research on Cancer (IARC/WHO).

Das Team hat Daten von 3,9 Millionen Krebspatienten aus den Jahren 1995 bis 2014 ausgewertet, und zwar aus Australien, Kanada, Dänemark, Irland, Neuseeland, Norwegen und UK (Lancet Oncol 2019, online 11. September).

Rückgänge von Inzidenz und Mortalität gab es besonders bei Magen-, Colon-, Lungen- (bei Männern) und Ovarial-Karzinomen. Besonders Patienten im Alter unter 75 Jahren profitierten dabei von höheren Überlebensraten.

„Die Erfolge spiegeln eine bessere Versorgung und technische Fortschritte wider, mit verbesserter Früherkennung sowie wirksameren und gezielteren Therapien“, so die Erstautorin Arnold in einer „Lancet“-Mitteilung. Allerdings waren Verbesserungen in den Ländern unterschiedlich ausgeprägt:

  • Beim Ösophagus-Karzinom waren die Raten von Fünf-Jahres-Überleben 2010-2014 am höchsten in Australien (23,5 Prozent) und am niedrigsten in Dänemark (14,7 Prozent). Am stärksten stiegen die Überlebensraten in Irland, und zwar von 10,9 Prozent (1995-1999) auf 21,9 Prozent (2010-2014).
  • Beim Kolonkarzinom variierten die Fünf-Jahres-Überbelebensraten von 58,9 (UK) bis 70,8 Prozent (Australien), beim Rektumkarzinom von 62,1 (UK) auf 70,8 Prozent. Dänemark hat sich hier am stärksten verbessert, und zwar von 49,1 auf 65,7 Prozent (Kolon) und von 48,1 auf 69,1 Prozent (Rektum).
  • Lungenkrebs: Die höchsten Fünf-Jahres-Überlebensraten hatte Kanada (21,7 Prozent), die niedrigsten UK (14,7 Prozent). (eis)
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