Erste Fälle dieses Jahr

RKI: Ärzte sollten bei Fieber unklaren Ursprungs an das West-Nil-Virus denken

Die ersten menschlichen autochthonen Infektionen mit dem West-Nil-Virus wurden in Deutschland gemeldet. Das RKI empfiehlt Ärzten, bei Fieber unklaren Ursprungs auch das West-Nil-Virus in Betracht zu ziehen.

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Mücken der Gattung Culex sind die Hauptüberträger des West-Nil-Virus. Sie sind in Deutschland weit verbreitet.

Mücken der Gattung Culex sind die Hauptüberträger des West-Nil-Virus. Sie sind in Deutschland weit verbreitet.

© Stefan Sauer / dpa / picture alliance

Berlin. Im August wurden die ersten menschlichen autochthonen Infektionen mit dem West-Nil-Virus (WNV) für das Jahr 2021 diagnostiziert und gemeldet. Es handelt sich um drei Fälle. Außerdem wurden seit Juli in einigen der auch schon in den Vorjahren betroffenen Regionen in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen WNV-infizierte Tiere (Vögel und Pferde) gemeldet. Das teilt das Robert Koch-Institut (RKI) mit (Epid Bull 36/2021; online 9. September).

In den letzten beiden Jahren seien zum ersten Mal mückenübertragene autochthone WNV-Infektionen bei Menschen in Deutschland identifiziert worden. Die Infektionszeitpunkte der Fälle 2019, 2020 und der ersten Fälle 2021 sind ähnlich: Die Infektionen traten zwischen Juli und September auf.

Fieber unklaren Ursprungs? An WNV denken!

Das RKI empfiehlt Ärzten, vor allem im Sommer und Spätsommer und in Gebieten mit bekannter WNV-Zirkulation in Tieren bei Personen mit ätiologisch unklaren Enzephalitiden und bei örtlichen Häufungen von Patienten mit Fieber unklaren Ursprungs (mit oder ohne Hautausschlag) eine WNV-Diagnostik zu veranlassen.

Personen aus Risikogruppen für schwere Verläufe von WNV-Infektionen (vor allem ältere Menschen und/oder solche mit Vorerkrankungen) empfiehlt das RKI besonders in dieser Jahreszeit und in den entsprechenden Gebieten einen Schutz vor Mückenstichen. (eb)

Informationen zu Infektionen mit dem WNV bei Vögeln oder Pferden gibt es hier.

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