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Radiatio schützt alte Frauen vor Krebs-Rezidiv

WINSTON-SALEM (ner). Frauen über 65 Jahre mit Brustkrebs sollten, wann immer möglich, nach brusterhaltender Op lokal bestrahlt werden. Dieses bei jungen Frauen bewährte Vorgehen ist unabhängig von Alter und Komorbiditäten.

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Den Nutzen dieser Therapie schließen US-Forscher aus vorab veröffentlichten Zehn-Jahres-Daten von mehr als 1800 Mamma-Ca-Patientinnen über 65 Jahre. Der Studie zufolge sollte zudem die antihormonelle Therapie bei Hormon-sensitiven Tumoren über mindestens fünf Jahre beibehalten werden.

Die Studie bestätige, dass ebenso wie junge Frauen auch Frauen über 65 Jahre nach bewährten Standardstrategien behandelt werden sollten, betonen Dr. Ann M. Geiger und ihre Kollegen. Dies sei bislang oft nicht der Fall. Dabei seien mehr als die Hälfte der Frauen mit Brustkrebs bereits heute bei Diagnose älter als 65 Jahre.

Die Ärzte um Geiger von der Wake Forest University in Winston-Salem in North Carolina haben nach der Auswertung der Daten festgestellt, dass das Risiko für Brustkrebsrezidive um das 3,5-Fache erhöht ist, wenn nach der brusterhaltenden Op keine Bestrahlung erfolgt im Vergleich zu Op plus Bestrahlung.

Das Gesamtrisiko für Lokalrezidive und Fernmetastasen sowie für einen zweiten, neuen Tumor an anderer Stelle der Brust sei ohne Bestrahlung um das 1,6-Fache erhöht. Bei Patientinnen, die weniger als ein Jahr lang das Antiöstrogen Tamoxifen eingenommen hatten, war ein Rezidiv doppelt so wahrscheinlich wie bei Frauen, die mit Tamoxifen mindestens fünf Jahre lang behandelt wurden.

Innerhalb von zehn Jahren traten 351 Rezidive oder erneute Primärtumoren auf. So bekamen elf Prozent der Frauen nach alleiniger brusterhaltender Op ein Lokalrezidiv, fünf Prozent der Frauen nach Mastektomie, jedoch nur drei Prozent nach brusterhaltender Op plus Radiatio.

Insgesamt waren in die Datenbankanalyse Verläufe von 1837 Frauen über 65 Jahre mit Brustkrebs im Frühstadium aufgenommen worden. Die Hälfte der Frauen war zum Zeitpunkt der Diagnose zwischen 70 und 79 Jahre alt, 20 Prozent mindestens 80 Jahre alt. Etwa die Hälfte der Frauen war brusterhaltend behandelt worden. In der Vergleichsgruppe erfolgte eine Mastektomie. Veröffentlicht wird die Studie in der März-Ausgabe der Zeitschrift "Cancer" der US-Krebsgesellschaft.

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