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Radprofi Ivan Basso gesteht Doping mit Blutprodukten

ROM (run). Der Radrennsportler Ivan Basso aus Italien hat die Mauer des Schweigens durchbrochen und ausgepackt. Der Giro d‘Italia-Sieger von 2006 gestand seine Verwicklung in den spanischen Dopingskandal um den Frauenarzt Eufemiano Fuentes.

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Anders als Jan Ullrich hat sich der italienische Radstar den Justizbehörden offenbar als Kronzeuge angeboten, um Strafmilderung zu erhalten, hieß es gestern in der Online-Ausgabe der "Zeit". "Ivan Basso hat seine Verantwortung in vollem Umfang zugegeben und uns seine volle Kooperationsbereitschaft zugesichert", teilte das Nationale Olympische Komitee Italiens dazu mit. Bassos Haltung könnte zum historischen Moment im Kampf gegen Doping werden, da erstmals ein großer Star über die Dopingpraktiken im internationalen Spitzenradsport aussagen will.

Für T-Mobile-Teamchef Rolf Aldag sollte das Basso-Geständnis "Schule machen und vielleicht Vorbild für andere Verdächtige sein", sagte der Ex-Profi mit einem Seitenblick auf seinen ehemaligen Mannschafts-Kapitän Ullrich. Der inzwischen zurückgetretene Tour-Sieger von 1997 und Olympiasieger von 2000 leugnet weiter Doping und eine illegale Zusammenarbeit mit Fuentes, obwohl die bei dem Madrider Mediziner gelagerten Blutbeutel mit Ullrichs Blut übereinstimmen. Auch von Basso waren Blutbeutel gefunden worden.

"Der öffentliche Druck hat sicher dazu beigetragen, dass Basso kooperiert", meinte Aldag weiter. Ihm droht eine Dopingsperre von zwei Jahren, Ullrich sogar eine lebenslange Sperre durch den Schweizer Verband - auch für etwaige Tätigkeiten als Sportlicher Leiter. Außer den beiden Topstars stehen mindestens 50 weitere Radprofis im Verdacht, zu Fuentes-Kunden gehört zu haben.

Lesen Sie dazu auch: Lieferte Arzt aus Deutschland Doping-Mittel?

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