Ratschläge zur Therapie für Gelenk-Patienten

WIESBADEN (djb). Klassische NSAR werden mit einem erhöhten Risiko für gastrointestinale Komplikationen, COX-2-Hemmer mit einem erhöhten Risiko für thrombotische kardiovaskuläre Ereignisse in Zusammenhang gebracht. Wie sind Gelenk-Patienten sicher und effektiv zu behandeln?

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Die Therapiewahl bei Patienten mit Arthrose, rheumatoider Arthritis, Gichtarthritis oder ankylosierender Spondylitis sollte sich stets am Risikoprofil orientieren. Bei niedrigem gastrointestinalen Risiko kann mit klassischen NSAR (tNSAR) behandelt werden, so Professor Wolfgang Bolten aus Wiesbaden. Patienten mit hohem Risiko sollten besser ein Coxib oder ein tNSAR plus einen Protonenpumpenhemmer (PPI) erhalten, wie er bei einer Veranstaltung von MSD betonte. Bei Patienten mit sehr hohem GI-Risiko setzt Bolten dagegen ausschließlich ein Coxib wie Etoricoxib (Arcoxia®) mit einem PPI ein.

Bei Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko, die niedrig dosierte ASS einnehmen, gilt: Zu tNSAR müsse ein PPI gegeben werden. Klinische Studien haben belegt, dass tNSAR ein höheres GI-Risiko als Coxibe haben, erinnerte Bolten. Für Etoricoxib wurde das im MEDAL-Studien-Programm (Multinationales Etoricoxib- und Diclofenac-Arthritis-Langzeit-Programm) bestätigt. Verglichen mit Diclofenac (150mg/ Tag) gab es mit Etoricoxib (60 oder 90mg/Tag) signifikant weniger klinische Ereignisse im oberen GI-Trakt (0,67 versus 0,97 pro 100 Patientenjahre) - auch bei Patienten, die PPI oder niedrig dosierte ASS einnahmen. Die Raten thrombotischer kardiovaskulärer Ereignisse waren in beiden Armen der MEDAL-Studie gleich, erinnerte Professor Bernd Simon aus Dossenheim.

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