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Riskant: Zu wenig und zu viel Schlaf

Nachteulen und Wenigschläfer sollten auf ihr Herz achten: Denn wer weniger als sechs Stunden täglich schläft, hat ein deutlich höheres Risiko für einen Herzinfarkt und Schlaganfall. Ewig zu schlafen, ist aber auch riskant.

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Schlechter Schlaf: Das geht aufs Herz.

Schlechter Schlaf: Das geht aufs Herz.

© Dan Race/fotolia.com

CHICAGO (DE). Wer regelmäßig weniger als sechs Stunden schläft, verdoppelt sein Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Das haben Forscher um Professor Rohit R. Arora aus Chicago beim Kongress des American College of Cardiology berichtet.

Der Zusammenhang von Schlafhygiene und Herzgesundheit wurde retrospektiv bei 3019 erwachsenen Teilnehmern des National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) untersucht.

Je nach Schlafdauer wurden sie in drei Kategorien eingeteilt: weniger als sechs Stunden Schlaf, sechs bis acht Stunden Schlaf und mehr als acht Stunden Schlaf.

Bereinigt nach Alter, Geschlecht, Lipide, Blutdruck, Rauchen, Diabetes, Gewicht, Schlafapnoe und anderen Schlafstörungen ergab sich dabei: Die Wenig-Schläfer hatten ein um den Faktor 2,0 erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall sowie ein um den Faktor 1,6 erhöhtes Risiko für Herzinsuffizienz.

Auf die Schlafhygiene achten

Die Vielschläfer (mehr als acht Stunden) hatten ein um den Faktor 2,0 erhöhtes Risiko für Angina pectoris.

Bei Schlafmangel ist das sympathische Nervensystem aktiviert, erhöhte Kortisonspiegel und Entzündungsparameter sind die Folge, so die Forscher. Dies führt zu Glukoseintoleranz, Diabetes, Hypertonie und hoher Pulsfrequenz.

Das erhöhte Herzrisiko von Langschläfern könnte Zeichen von Bewegungsmangel sein. Fazit: Gesunder Schlaf dauert sechs bis acht Stunden. Ärzte sollten Patienten öfter nach Schlafhygiene fragen, besonders bei Herz-Kreislauf-Risiken.

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