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Windpocken

Rückläufige Impfraten - sind Kinder gut geschützt?

Die Windpocken-Impfraten gehen zurück, und besteht Schutz, ist er oft nicht altersgemäß.

Veröffentlicht:
Bis Juni 2014 wurden dem Robert-Koch-Institut rund 12.600 Fälle von Windpocken gemeldet.

Bis Juni 2014 wurden dem Robert-Koch-Institut rund 12.600 Fälle von Windpocken gemeldet.

© Dan Race / fotolia.com

NEU-ISENBURG. Die Ziele der Windpocken-Impfung sind zehn Jahre nach der Aufnahme in den Impfkalender im Wesentlichen erreicht worden, hatte die STIKO im vergangenen Jahr berichtet.

Eine aktuelle Analyse zeigt jedoch, dass sowohl beim altersgemäßen Schutz als auch bei der zweiten Impfdosis Optimierungsbedarf besteht (Human Vaccines & Immunotherapeutics Februar 2014; 10: 476-484).

Nach einer Studie waren Kinder der Geburtsjahrgänge 2004 bis 2009 im Alter von 24 Monaten nur zu etwas über 40 Prozent mit einer Dosis geimpft, im Alter von 36 Monaten waren es 90 Prozent.

Bei der zweiten Dosis wurden aber auch nach 36 Monaten nur 64 Prozent erreicht. Zudem weisen aktuelle Daten darauf hin, dass die Windpocken-Impfraten rückläufig sind (Vaccine 2014; 32(8): 897-900).

Bis Mitte Juni wurden daher bundesweit bereits 12.697 Windpocken-Fälle an das Robert Koch-Institut gemeldet. Die Krankheit ist seit März 2013 meldepflichtig, so der Impfstoffhersteller GlaxoSmithKline in einer Mitteilung.

Gegen Windpocken sollte in der Regel Ende des ersten Lebensjahres zusammen mit der Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln geimpft werden. Die zweite Impfdosis sollten Kinder bis spätestens zum zweiten Geburtstag bekommen.

Der Windpockenschutz wird zudem Frauen mit Kinderwunsch, Patienten mit schwerer Neurodermitis oder vor geplanter immunsuppressiver Therapie oder Organtransplantation (auch Kontaktpersonen der Patienten!) empfohlen, ebenso Arbeitskräften in Kindergärten und Krippen sowie Medizinischem Personal, etwa in der Pädiatrie, Onkologie, Gynäkologie und Intensivmedizin. (eis)

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