Scharfe Herzbilder - auch bei Tachyarrhythmie

DÜSSELDORF (gvg). Ein neuer Computertomograph macht CT-Bilder vom schlagenden Herzen in nie dagewesener Präzision und Schärfe. Der Trick bei der Sache: Gearbeitet wird nicht nur mit einer Röntgenröhre wie üblich, sondern mit zweien.

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Die neuartige bildgebende Technik ist auf der Medica in Düsseldorf von Mitarbeitern des Unternehmens Siemens Medical Solutions in New York City vorgestellt worden. Die Veranstaltung in den Vereinigten Staaten wurde live auf eine Videowand am Stand in Halle 10 der Industrieausstellung übertragen.

Beim "Somatom Definition", so die Bezeichnung des Gerätes, rotieren bei der Untersuchung zwei besonders kompakte Röntgenröhren um den liegenden Patienten.

Jede Runde dauert 0,33 Sekunden. Dies belastet das Material mit einer Kraft, die der dreißigfachen Erdbeschleunigung entspricht. Dadurch wird bei Aufnahmen schlagender Herzen eine zeitliche Auflösung von 83 Millisekunden erreicht. Das ist etwa doppelt so schnell wie bei den auch schon als extrem leistungsfähig geltenden 64-Zeilen-CT-Geräten.

Die Bildfolge ist schneller als jeder Herzschlag, auch bei sehr schnellen Herzrhythmusstörungen. Bisher waren scharfe CT-Aufnahmen bei Betroffenen nur möglich, wenn es gelang, mit Betablockern die Herzfrequenz zu normalisieren.

Das weltweit erste "Somatom Definition" wird derzeit an der Universitätsklinik in Erlangen in Betrieb genommen. Es werden München, Tübingen und mehrere Zentren in den USA folgen.

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