Schmerzen - die tägliche Last vieler Rheumatikerinnen

ROM (gvg). Fast drei von vier Frauen mit Rheumatoider Arthritis (RA) haben täglich Schmerzen. Die europäische Rheumaliga EULAR appelliert, bei der Therapie den Fokus stärker auf die Schmerzen zu richten.

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Schmerzen gehören für viele Frauen mit Rheumatoider Arthritis leider zum Alltag.

Schmerzen gehören für viele Frauen mit Rheumatoider Arthritis leider zum Alltag.

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"Wir waren erstaunt, wie viele Frauen täglich Schmerzen haben, obwohl drei von vier Befragten angaben, Schmerzmedikamente zu nehmen", sagte Dr. Vibeke Strand aus Stanford in den USA bei der Jahrestagung EULAR 2010 in Rom. "Schmerz ist für Frauen mit RA trotz aller Therapien das absolut dominierende Thema."

Die von Strand beim Kongress präsentierten Daten einer Online-Umfrage beziehen sich auf knapp 2000 Frauen, die den Fragebogen im Sommer 2009 ausgefüllt haben. Im Privaten gaben 68 Prozent der Frauen an, dass sie versuchten, Schmerzepisoden vor ihren Angehörigen zu verheimlichen. Und 22 Prozent derer, die geschieden oder getrennt lebten, sagten, dass die RA eine der Ursachen der Trennung gewesen sei. "Diese Daten unterstreichen erneut, dass wir alles tun müssen, um die Schmerzen bei unseren Patienten in den Griff zu kriegen", betonte EULAR-Präsident Paul Emery von der Universität Leeds.

Auch die Auswirkungen auf das Berufsleben sind erheblich: Von jenen rund 1100 Frauen der Umfrage, die arbeiteten, berichteten 71 Prozent, dass ihre Produktivität am Arbeitsplatz eingeschränkt sei. Bei jeder vierten Betroffenen war die RA der Grund dafür, dass sie ihren Job aufgeben musste. 17 Prozent gingen krankheitsbedingt in Teilzeit. Initiiert wurde die Umfrage von der zur EULAR gehörenden Patientenorganisation PARE (People with Arthritis/Rheumatism in Europe). Es handelte sich um eine Online-Befragung von insgesamt 27 459 Frauen in sieben Ländern, darunter Deutschland.

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