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Schmerztherapeuten wollen integriert werden

MANNHEIM (bd). Der Schmerz muss im medizinischen Alltag und in der Forschung stärker ins Visier genommen werden, forderte Professor Rolf-Detlef Treede aus Mannheim im Vorfeld des Deutschen Schmerzkongresses in Mannheim.

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Fast ein Fünftel der Bevölkerung leidet unter Schmerzen. Die dadurch verursachten Kosten - in erster Linie durch Arbeitsunfähigkeit und Berentungen - würden in Deutschland auf 25 Milliarden Euro jährlich geschätzt, sagte der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) in Mannheim.

Bei rechtzeitiger spezialisierter Therapie wäre nach Einschätzung von Treede ein großer Teil der Kosten vermeidbar. In Deutschland gebe es aber zu wenig Schmerztherapeuten, so Treede mit Hinweis auf eine Untersuchung des DIMDI zur schmerztherapeutischen Versorgung.

Leuchtturm Mannheim

Danach wird hierzulande nur ein Fünftel des Bedarfs an Schmerztherapeuten gedeckt. Als besonders wichtig erachten die Fachgesellschaften die Integration der Schmerztherapie ins Medizinstudium.

Die Ausbildung in Schmerztherapie sei seit 2003 leider kein Pflichtfach im Medizinstudium mehr, bedauerte Treede. In der Ärzteausbildung an der Mannheimer Universitätsmedizin (UMM) hingegen werde großer Wert auf die Integration dieses Faches gelegt, sagte der Leiter des Schmerzzentrums an der UMM, Privatdozent Dr. Justus Benrath.

Im reformierten Medizincurriculum in Mannheim (MaReCum) gebe es seit einem Jahr ein verpflichtendes Curriculum über "Schmerzentstehung und Schmerztherapie" für alle angehenden Ärzte.

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Kommentare
Dr. Birgit Bauer 22.09.201118:11 Uhr

Sollte es doch n och Licht am Ende des Tunnels geben?

Als Schmerztherapeutin kann ich nur sagen, das ganze Gejammer der KK über Kostensteigerung ist sinnlos , wenn nicht endlich die Ursachen ins Visier genommen werden.
Mein Patientenklientel läuft durchschnittlich 6 Jahre in den unterschiedlichsten Praxen umher, lässt unsäglich viele Behandlungen und Diagnostik über sich ergehen ,bis mal ein Kollege auf die Idee kommt den Pat. zu einer Schmerzanalyse zu schicken !--- und siehe da, der Schmerz ist mit Paracetamol, Ibuprofen und Diclofenac gar nicht zu behandeln.
Die inzwischen durchgestandene Magenblutung war ziemlich überflüssig, samt der als notwendig erachteten Gastroskopien.
Ich glaube jeder weiter Kommentar erübrigt sich !!
M.f.G. Dr.B.Bauer

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