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Schutzwirkung der Impfung gegen Rotaviren bestätigt

BELEM (hub). Die Rotavirus-Impfung schützt effektiv vor Erkrankungen durch die Erreger. Und sie reduziert die Zahl der Krankenhauseinweisungen durch Rotavirus-Enteritiden. Das hat eine Studie mit über 15 000 Säuglingen und Kleinkindern eindrucksvoll bestätigt.

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In der doppelblinden Studie erhielten die Kinder, alle im Alter von sechs bis 13 Wochen und aus Ländern Mittel- und Südamerikas, entweder zwei Dosen der Rotavirus-Vakzine (Rotarix®) oder Placebo. Geimpft wurde im Alter von zwei und vier Monaten. Anschließend wurden bis zum Alter von zwei Jahren die Daten der Kinder erfasst (Lancet 371, 2008, 1181).

In der geimpften Gruppe hatten 32 von 7205 Kindern eine schwere durch Rotaviren verursachte Gastroenteritis. Das entspricht einem Anteil von 0,4 Prozent. In der Placebogruppe war das bei 161 von 7081 Kindern der Fall (2,3 Prozent). Daraus ergibt sich eine Effektivität der Impfung von über 80,5 Prozent - bezogen auf den gesamten Studienzeitraum. Innerhalb des ersten Lebensjahres lag die Schutzrate bei 83 Prozent, im zweiten Lebensjahr bei 79 Prozent.

Durch die Impfung verringert war auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen Brechdurchfalls durch Rotaviren: Sie war in der Impf-Gruppe 83 Prozent niedriger als in der Placebo-Gruppe.

In Deutschland sind zwei Impfstoffe gegen Rotaviren zugelassen (Rotarix® und RotaTeq®). Eine allgemeine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gibt es noch nicht. Die Impfung ist somit IGeL. Fachgesellschaften wie die Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin (DAKJ) haben sich für die Impfung aller Säuglinge ausgesprochen.

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