Schwere Defizite bei der Kommunikation

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BERLIN (hub). Mitte März trafen sich 85 Teilnehmer aus dem gesamten Gesundheitsbereich sowie weiterer Institutionen zu einem Workshop in Berlin. Ziel waren Diskussion und Bewertung getroffener Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung und welche Konsequenzen zu ziehen sind.

Einen breiten Raum nimmt in dem Tagungsbericht der Bereich Kommunikation ein (Bundesgesundheitsbl 2010; 53: 510). Zu recht, erinnere man sich nur an die Debatte um den Volksimpfstoff und jenen für Staatsbedienstete. Eine vorausschauende Kommunikation der Tatsache zweier bestellter Impfstoffe an sich, ebenso wie die Gründe dafür, hätte einiges an Chaos mindern können.

Offene und aktive Kommunikation ist daher auch eine der Hauptkonsequenzen, die in dem Bericht gezogen wird: "Entscheidungsprozesse der Behörden sollten vorausschauender und transparenter kommuniziert werden." Oft waren die Institutionen nicht schnell genug, so wurden etwa Infomaterialien zur Pandemie-Impfung zu spät und auch nicht weit genug verbreitet. Anzeigenschaltungen fanden erst statt, als offenkundig wurde, dass die Impfbeteiligung unzureichend ist.

Und: Von Pressebriefings der Institutionen sollen Originalaufzeichnungen und Mitschriften zeitnah im Internet bereitgestellt werden. So etwas haben die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA kontinuierlich getan. Die "Ärzte Zeitung" hat vor allem zu Beginn der Pandemie für ihre Berichterstattung auf diese Informationen zurückgegriffen. Über weitere Reibungspunkte und Konflikte, etwa zu den Impfempfehlungen, der Organisation und der Honorierung wird in dem Artikel offen berichtet. Die Lektüre lohnt sich sowohl hinsichtlich der Fehler als auch der Konsequenzen.

Lesen Sie dazu auch: Gastbeitrag: Was aus der Influenzapandemie zu lernen ist Schwere Defizite bei der Kommunikation Priorisierung bei Pandemie ist nichts für Hausärzte Zahl der H1N1-Impfungen ist noch immer im Dunkeln

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