Stich erfolgt oft unbemerkt

So gefährlich ist Tsutsugamushi

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Das Tsutsugamushi-Fleckfieber tritt in Zentral-, Ost- und Südostasien sowie in Australien und Ozeanien besonders häufig auf. Die Inkubationszeit beträgt bis zu zwei Wochen.

Von Dr. Silke Engels und Benjamin Rempe

Der bakterielle Erreger, Orientia tsutsugamushi, wird von Milbenlarven der Gattung Leptotrombidium über den Kontakt mit Tieren übertragen, die in feuchter Vegetation vorkommen.

Der Stich erfolgt meist unbemerkt, jedoch entwickelt sich an der Eintrittspforte ein charakteristischer, dunkler Schorf, der jedoch nicht immer leicht aufzufinden ist.

Im Sommer 2012 hatte sich ein 15-jähriger Junge aus Deutschland während eines Thailand-Urlaubs infiziert.

Zu den klinischen Symptomen, die etwa ein bis zwei Wochen nach der Infektion auftreten, gehören Fieber, makulopapulöses Exanthem, starke Kopfschmerzen und Nasenbluten. In schweren Fällen kann es zu Enzephalitis, Myokarditis oder Pneumonie kommen.

Über PCR nachweisbar

Im Norden Thailands sterben jährlich etwa 15 Prozent der Erkrankten an schweren Komplikationen. Tsutsugamushi-Fieber ist bei entsprechender Reisehistorie eine wichtige Differenzialdiagnose.

Der labordiagnostische Nachweis erfolgt serologisch oder über PCR. Eine 14-tägige Therapie mit Doxycyclin (200 mg / d) führt zur Genesung.

Um sich vor einer Infektion zu schützen, ist lediglich eine Expositionsprophylaxe, wie bedeckende Kleidung, Anwendung von Repellentien, allgemeine Hygiene und Vermeidung von Tierkontakten, möglich.

Mehr Infos beim Centrum für Reisemedizin unter www.crm.de

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