Kommentar

Sonne ohne Sicherheit

Von Angela Speth Veröffentlicht:

Die Sonne auf Knopfdruck holen sich über zehn Millionen Deutsche - gegen die Tristesse des Winters oder zum Vorgrillen im Frühling. Die Gegner verteufeln das Stück Mallorca auf drei Quadratmetern, indem sie Hautkrebs, Verbrennungen, vorzeitige Alterung und Augenschäden ins Feld führen.

Doch sie haben wenig Chancen gegen die Überzeugung, Bräune sei ein Zeichen von Gesundheit, wie einer Emnid-Umfrage zufolge ein Viertel der Bevölkerung glaubt. Die Betreiber schwärmen von "biopositiven" Wirkungen auf Stoffwechsel und Gemüt. Ihr größter Trumpf: Sonnenbaden liefere Vitamin D, woran es vielen Menschen vor allem von Oktober bis März mangele. Und Vitamin D schütze vor Osteoporose und Krebs innerer Organe. Norwegische Forscher wagten gar die These, die Vorteile von UV-Licht überwiegen das Hautkrebsrisiko.

Da mag ja etwas dran sein, aber die Solarien-Branche bringt sich in Verruf. Durch die Ergebnisse der Hamburger Ärzte-Umfrage etwa oder Testbesuche von ARD-Mitarbeitern: Sie erhielten kaum Beratung, nur einmal Schutzbrillen, die empfohlene Bräunungszeit war zu lang. Deshalb: Erst wenn auch das letzte Sonnenstudio die Sicherheitskriterien erfüllt, kann man über den Nutzen erneut verhandeln.

Lesen Sie dazu auch: Solarien: krebsrot statt sanft gebräunt

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Acalabrutinib: TTNT-Update der AMPLIFY-Studie und RWE-Daten

© jarun011 / stock.adobe.com

Chronische lymphatische Leukämie

Acalabrutinib: TTNT-Update der AMPLIFY-Studie und RWE-Daten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Lesetipps
Ei Spiegelei in einer Pfanne

© Kevsan / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?