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Spiegeltherapie lindert den Phantomschmerz

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BETHESDA (ddp). Eine Spiegeltherapie lindert Phantomschmerzen offenbar auch nach Fußamputationen. Das haben Mediziner um Dr. Jack Tsao aus Bethesda herausgefunden (NEJM 357, 2007, 2206). Für ihre Studie versuchten 6 von 18 Patienten nach Fußamputation, den fehlenden Fuß zu bewegen. Ein Spiegel gab ihnen die Illusion, der Fuß sei noch da und sie könnten ihn tatsächlich bewegen. Bei sechs Patienten war der Spiegel verhängt, die restlichen sechs Probanden stellten sich nur vor, den amputierten Fuß zu bewegen.

Alle Patienten in der Spiegelgruppe hatten nach vier Wochen mit täglich 15 Minuten Übung deutlich weniger Schmerzen als die der Kontrollgruppen. Die Forscher vermuten, dass der Phantomschmerz von einem Wahrnehmungskonflikt abhängt: Die Patienten meinen, den fehlenden Körperteil zu fühlen, sehen ihn aber nicht. Phantomschmerz stellt sich bei etwa 90 Prozent der Patienten mit Amputationen ein.

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