Spirometrie ist bei hartnäckigem Husten wichtig

BERLIN (gvg). Bei Patienten, die länger als acht Wochen husten, sollte eine Spirometrie gemacht werden. Damit kann eine eventuell bereits bestehende chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) frühzeitig erkannt werden. Auf diese Weise könnten Patienten früh behandelt und das Fortschreiten der Erkrankung gebremst werden, sagte Professor Heinrich Worth vom Klinikum Fürth.

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"Die Häufigkeit der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung wird in den nächsten Jahren erheblich zunehmen", sagte Worth auf einer Veranstaltung zum 25jährigen Bestehen der Deutschen Atemwegsliga in Berlin.

Nach Prognosen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird die COPD im Jahr 2020 die dritthäufigste Todesursache weltweit sein. In Deutschland sei die Erkrankung bereits heute für jeden zehnten Todesfall ursächlich. Betroffen sei etwa jeder zehnte Erwachsenen, so Worth.

Um bei Patienten eine COPD früher zu erkennen als bisher, forderte der Pneumologe von seinen Kollegen mehr Mut zur Spirometrie: "Die Lungenfunktionsuntersuchung sollte zu einem Vorsorgeprogramm einfach dazugehören", so der Lungenspezialist. Für unabdingbar hält Worth eine Spirometrie bei Menschen, die mehr als acht Wochen lang konstant Husten haben.

Dieses Symptom dürfe bei den häufig rauchenden Patienten nicht länger als Raucherhusten bagatellisiert werden.

Werde eine COPD durch eine Spirometrie rechtzeitig erkannt, könne das Fortschreiten der Erkrankung durch eine frühe medikamentöse Behandlung und vor allem auch durch gezieltes körperliches Training, wie es zum Beispiel in den mittlerweile über 350 Lungensportgruppen hierzulande praktiziert werde, stark abgebremst werden.

Unter www.atemwegsliga.de können unter anderem die Leitlinien COPD eingesehen und heruntergeladen werden.

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