Direkt zum Inhaltsbereich

Kreuzbandriss

Sport nach Knieverletzung beginnt häufig zu früh

Veröffentlicht:

BERLIN. Nach dem Kreuzbandriss 6 bis 9 Monate pausieren - das ist die allgemein gültige Regel. Oft ist die Verletzung dann aber noch nicht ausgeheilt. Aussagekräftiger als die zeitliche Faustregel sind Muskelfunktionstests. Denn sie ermitteln auch das Risiko einer neuen Knieverletzung, heißt es in einer Mitteilung im Vorfeld des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie in Berlin.

Fast immer entscheide allein der Zeitfaktor über die Rückkehr auf den Sportplatz, meist in Zusammenhang mit einer Beweglichkeitsprüfung oder dem Lachman-Test. "Eine Überprüfung der passiven Stabilisatoren, bei der der Arzt das Knie bewegt und nicht der Patient selbst, reicht aber nicht aus", wird Privatdozent Dr. Thore Zantop, Unfallchirurg und ehemaliger Leistungssportler der Handballbundesliga, in der Mitteilung zitiert.

Zudem seien die Anforderungen an die Kniemuskulatur und die Bewegungsmuster je nach Sportart unterschiedlich. Daher überprüft der von Zantop mitentwickelte "Return to play"-Test nicht nur die Muskelstärke, sondern erstellt auch eine Art Bewegungsanalyse. Dabei geht es unter anderem darum, Schwachstellen wie eine falsche Sprung- oder Lauftechnik zu ermitteln.

Der Knieexperte empfiehlt den Test, der etwa anderthalb Stunden dauert, auch zur Prävention. "Studien haben gezeigt, dass Stabilisations- und Kräftigungsübungen oder angepasste Bewegungsabläufe wie das Landen mit dem gebeugten statt dem gestreckten Knie das Verletzungsrisiko deutlich senken können", betont er.

Als Beispiel hebt er die häufige X-Bein-Stellung bei Sportlerinnen hervor, die die Bandstrukturen des Kniegelenkes unnötig belastet. "Der Test ermöglicht es, verletzungsanfällige Sportler, gerade auch bei Jugendlichen, zu identifizieren." (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Deutscher Rheumatologiekongress startet

Rheumatoide Arthritis: Eingreifen, bevor sie ausbricht!

Multimodale Therapie

Dystonien: Welche alternativen Therapieansätze gibt es?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Vorteile von Vamorolon

© Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, modifiziert nach [3−5, 6]

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Neue Perspektiven für die Versorgung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, München
Abb. 1: Veränderung gegenüber dem Ausgangswert im WOMAC-Gesamtscore (a) und im VAS-Schmerz (b) nach zwei Monaten und im weiteren Verlauf

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Osteoarthrose

Aktuelle Evidenz zur Wirksamkeit der intraartikulären Hyaluronsäure

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Recordati Pharma GmbH, Ulm
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Deutscher Rheumatologiekongress startet

Rheumatoide Arthritis: Eingreifen, bevor sie ausbricht!

Lesetipps
Eine Tafel mit digitale Ziffern und in der Mitte steht "KI"

© 3dkombinat / stock.adobe.com

Interview zum Urologie-Kongress

Wie wird KI die Urologie verändern, DGU-Präsidentin Krege?

Roboter schreibt mit einem Stift

© Shafay / Stock.adobe.com

Diagnostik, Dokumentation und Co

KI in der Medizin: Diese Limitationen sollten Ärzte im Blick haben