Neuro-psychiatrische Krankheiten

Sprachstörungen bei Jungs häufiger als bei Mädchen

Veröffentlicht:

BERLIN (dpa). Jungen haben nach Daten einer AOK-Erhebung häufiger Sprachstörungen oder motorische Probleme als Mädchen. Unter den bei der AOK versicherten Sechsjährigen habe 2007 mehr als jeder fünfte Junge (21 Prozent) eine Sprachtherapie erhalten, berichtet das Wissenschaftliche Institut der AOK in Berlin aus dem Heilmittel-Bericht 2009. Bei den Mädchen war es nur rund jede Siebte (15 Prozent). In Ergotherapie befanden sich etwa 13 Prozent der sechsjährigen Jungen, aber nur 5,4 Prozent der gleichaltrigen Mädchen. Eine Ursache für den Unterschied sei vermutlich, dass Jungen sich weniger bewegten, sagte der stellvertretende Institutsleiter Helmut Schröder. Sie säßen häufiger vor Fernseher oder Computer. Möglicherweise mache sich bei ihnen auch deutlicher bemerkbar, dass sich Kinder zuhause häufig nicht richtig austoben könnten. Allgemein würden seit Jahren immer mehr Sprach- und Ergotherapien verschrieben - bei Jungen wie bei Mädchen.

Mehr zum Thema

Erstes Lebensjahr

Was die Windel über das Durchschlafen von Babys verrät

PANDEMIC-Studie

Neurologische Komplikationen häufig Grund für COVID-Tod

Rauschmittel in der Pandemie

Drogenkonsum im Lockdown: Wohnzimmer statt Technoparty

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Ein Mann geht auf der Theresienwiese an einem Plakat der Aufschrift "Impfen" vorbei.

© Sven Hoppe/dpa

Einrichtungsbezogene Impfpflicht

Länder attackieren Impfpflicht im Gesundheitswesen

Die Prognose von intensivpflichtigen COVID-Patienten mit neurologischen Komplikationen ist ungünstig.

© patrikslezak / stock.adobe.com

PANDEMIC-Studie

Neurologische Komplikationen häufig Grund für COVID-Tod