Transplantation

Starke Kühlung hält Organe am Leben

Veröffentlicht:

BOSTON. Mit einer neuen Technik lassen sich Organe für Transplantationen über mehrere Tage am Leben halten, berichten Forscher um Dr. Tim A Berendsen vom Center for Engineering in Medicine an der Harvard Medical School (Nature Medicine 2014, online 29. Juli).

Der lange Funktionserhalt wurde mit der Kühlung der Organe unter den Gefrierpunkt auf minus 6°C und die maschinelle Perfusion der Gefäße mit Nährstoffen und Sauerstoff erreicht.

Lebern von Ratten blieben mit dem Verfahren für drei Tage funktionsfähig und nicht nur 24 Stunden wie bei der herkömmlichen Aufbewahrung. Weitere Studien sollen nun zeigen, dass nicht nur die winzigen Organe der Tiere, sondern auch eine menschliche Leber mit der Technik preserviert werden kann.

Mit der Langzeit-Haltbarmachung werde die weltweite Verteilung von Organen möglich, so die Forscher. So lasse sich für einen Empfänger besser als bisher das optimale Spenderorgan finden. (eis)

Mehr zum Thema

Seltene Erkrankungen

G-BA hat Zusatznutzen von fünf Orphan Drugs geprüft

Phase-II-Studie

Taugt ASS zur Behandlung der metabolischen Fettleber?

Ungesunder Alkoholkonsum

Steife Leber, hohes Risiko für Leberversagen und Tod

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neues Berufsbild

Bürger als Assistenten: Hausarzt entwickelt Idee der DIHVA

Digitale Gesundheitsanwendungen

DiGA oder doch lieber App?

Nachweis von pTau-217

Alzheimer-Diagnostik: Neuer Bluttest offenbar so gut wie Liquortests

Lesetipps
Es gibt tierexperimentelle Studien, wonach Mikroplastik entzündungsverstärkend wirkt, wenn durch ein zusätzliches Agens die Tight junctions zwischen Darmzellen zerstört sind. Wenn also zu einer hohen Mikroplastik-Konzentration zusätzlich pathogene Faktoren hinzukommen, könnte dies entzündungsfördernd wirken, etwa bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

© Rochu_2008 / stock.adobe.com

Forschung

Beeinflusst Mikroplastik chronische Erkrankungen?

Charlotte Kleen

© Babett Ehrt/ Lichtbildwerkstatt

Porträt

Wie Charlotte Kleen Medizin in ihrer ganzen Breite kennenlernt