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Statin vor Herzoperation - das beugt Komplikationen vor

KÖLN (ob). KHK-Patienten, bei denen eine Herzoperation geplant ist, profitieren von einer präoperativen Behandlung mit Statinen. Dadurch kann postoperativ die Rate klinischer Ereignisse einschließlich Todesfälle und Schlaganfälle signifikant gesenkt werden.

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Ein kardiochirurgisches Team bei einer Bypass-Operation: Eine präoperative Vorbehandlung mit Statinen kann sich nach der Herzoperation klinisch als vorteilhaft erweisen.

Ein kardiochirurgisches Team bei einer Bypass-Operation: Eine präoperative Vorbehandlung mit Statinen kann sich nach der Herzoperation klinisch als vorteilhaft erweisen.

© Foto: imago

Zu diesem Ergebnis kommt eine Gruppe deutscher Kardiochirurgen vom Herzzentrum der Universität Köln in einer neuen, im "European Heart Journal" vorab online publizierten Metaanalyse.

Wegen zum Teil widersprüchlicher Resultate einzelner Studien war der Nutzen von Statinen bei kardiochirurgischen Eingriffen bislang unklar. Die Kölner Gruppe um Dr. Oliver J. Liakopoulos hat sich deshalb daran gemacht, den vorhandenen Studienbestand in der Literatur einer systematischen Analyse zu unterziehen. Insgesamt 19 Studien mit zusammen mehr als 30 725 herzchirurgischen Patienten, darunter 17 201 mit und 14  524 ohne präoperativer StatinTherapie, gingen in die Datenauswertung ein. Überwiegend handelt es sich dabei um retrospektive Beobachtungsstudien.

Ergebnis der Gesamtanalyse: Eine präoperative Behandlung mit Statinen war schon im ersten postoperativen Monat mit einer signifikanten Abnahme der Sterberate um 43 Prozent assoziiert (2,2 versus 3,7 Prozent).

Eine bei Herzoperationen häufig auftretende Komplikation ist Vorhofflimmern. Die Inzidenzrate für diese Arrhythmie war nach Vorbehandlung mit Statinen ebenfalls signifikant niedriger (24,9 versus 29,3 Prozent). Und auch bei den Schlaganfällen fanden die Untersucher eine signifikante relative Reduktion um etwa ein Viertel (2,1 versus 2,9 Prozent). Etwas überraschend: Die Herzinfarktrate nach Herzoperation stand in keinem Bezug zur präoperativen Statin-Therapie. Und auch die Inzidenz von Nierenversagen war davon unbeeinflusst.

Die jetzt vorgelegte Metaanalyse ist der bislang stärkste Beleg für den Nutzen der präoperativen Statin-Therapie bei kardiochirurgischen Eingriffen. Einschränkend ist allerdings zu vermerken, dass nur ein kleiner Teil der analysierten Daten aus randomisierten prospektiven Studien stammt. Ob solche Studien nun verstärkt in Angriff genommen werden, ist fraglich. Ungeachtet dessen halten die Autoren der Metaanalyse die derzeitige Datenlage für beweiskräftig genug, um bei allen KHK-Patienten vor einer koronaren Bypass-Operation eine Behandlung mit Statinen empfehlen zu können. Bei Herzklappen-Operationen bestehe hingegen noch Klärungsbedarf.

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