Statistik bestätigt Risikofaktoren für Krebs

Veröffentlicht:
Eine Kombination, die kein langes Leben verspricht: Rauchen, Alkoholkonsum und Fehlernährung sind ursächlich für viele krebsverursachte Todesfälle.

Eine Kombination, die kein langes Leben verspricht: Rauchen, Alkoholkonsum und Fehlernährung sind ursächlich für viele krebsverursachte Todesfälle.

© Foto: Wegst

HANNOVER (cben). Zwei Drittel aller Krebstodesfälle in Niedersachsen sind auf verhaltensbezogene Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Fehlernährung oder Bewegungsmangel zurückzuführen oder werden dadurch beeinflusst.

Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Bericht des Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen (EKN). Dem Bericht liegt die Auswertung von 39 775 Krebsneuerkrankungen im Jahr 2004 zugrunde. An Krebs gestorben sind in Niedersachsen im Jahr 2004 insgesamt 11 158 Männer und 9743 Frauen.

Dem Rauchen werden mindestens 30 Prozent der krebsverursachten Todesfälle zugeschrieben. Dabei ist Tabakkonsum nicht nur Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs, sondern erhöht auch das Risiko für Krebs im Mund- und Rachenraum sowie Speiseröhren-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen-, Kehlkopf-, Harnblasen- und Nierenkarzinome.

Einen positiven Entwicklungstrend zeigt die vom Krebsregister vorgenommene Evaluation des Modellprojekts Mammografie-Sreening in der Region Weser-Ems. Drei Jahre nach den ersten Brustkrebs-Reihenuntersuchungen kann dort als langfristiger Effekt ein Rückgang der großen Tumore verzeichnet werden. Inzwischen wird das Screening landesweit angeboten.

Brustkrebs war 2004 mit 33 Prozent aller erfassten Neuerkrankungen die häufigste Krebsart bei Frauen in Niedersachsen, gefolgt von Darmkrebs (17,1 Prozent), Gebärmutterkörperkrebs (5,5 Prozent) und Lungenkrebs (5,1 Prozent). Häufigste Krebsneuerkrankung bei Männern war erneut der Prostatakrebs mit 28,2 Prozent. Darmkrebs (14,8 Prozent) und Lungenkrebs (12,5 Prozent) zählten zu den zweit- und dritthäufigsten Neuerkrankungen.

Das Krebsregister ist eine Einrichtung des Landes Niedersachsen und steht unter der Aufsicht der Landesgesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU). Das EKN arbeitet seit dem Jahr 2003.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

DKK-Eröffnung

Regierung will Krebsprävention und Survivorship-Angebote ausbauen

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe

Hoffnung durch KI & Co?

Drei neue Strategien gegen Pankreaskrebs

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
MRT-Bildgebung und Monitoring

© wedmoments.stock / stock.adobe.com

Plexiforme Neurofibrome bei Neurofibromatose Typ 1

MRT-Bildgebung und Monitoring

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Tab. 1: Verbesserung wichtiger Endpunkte nach 24-wöchiger randomisierter Behandlung mit Vimseltinib vs. Placebo (MOTION-Studie)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Tenosynoviale Riesenzelltumoren

Erste zugelassene systemische Therapie zeigt überzeugende Langzeiteffekte

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deciphera Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Durvalumab im Real-World-Vergleich

© Springer Medizin Verlag

ED-SCLC

Durvalumab im Real-World-Vergleich

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

S2e-Leitlinie aktualisiert

Auto fahren mit Diabetes: Auf diese Punkte sollten Ärzte hinweisen

Lesetipps
Pipetten mit Flüssigkeiten im Labor.

© Alican/stock.adobe.com

Hoffnung durch KI & Co?

Drei neue Strategien gegen Pankreaskrebs

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Die Pressekonferenz zum DKK 2026 mit zahlreichen Menschen auf dem Podium.

© Peter-Paul Weiler, berlin-event-foto.de

DKK 2026

Immuntherapie bei Krebs: Komplexe Kombinationen gefragt

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Blick in den Darm mit einem Krebsgeschwür.

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Gastrointestinale Tumoren

Magen-Darm-Krebs: Wirklich immer früher?

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe