Test erleichtert Diagnose bei Eisenmangel

KÖLN (ab). Die Eisenmangelanämie zählt zu den häufigsten Anämieformen. Davon sind trotz der guten Präventionsmöglichkeiten immer noch viele Frauen aufgrund einer verstärkten Regelblutung betroffen. Wegen des mangelnden Problembewusstseins der Frauen bleibt ein Eisenmangel oft lange unentdeckt. Ein Menstruationstest kann die Diagnose beschleunigen.

Veröffentlicht:
Viele Frauen klagen erst bei starken Eisenmangel-Symptomen.

Viele Frauen klagen erst bei starken Eisenmangel-Symptomen.

© Foto: Klaro

Etwa zehn Prozent der Bevölkerung in den Industriestaaten haben Eisenmangel. Er wird häufig erst spät diagnostiziert. Der Grund: Der Mangel entsteht oft schleichend und von den Patientinnen unbemerkt. "Wenn man müde und unkonzentriert ist, denkt man nicht in erster Linie an einen Eisenmangel", sagte der niedergelassene Gynäkologe Dirk Boston aus Köln.

Daher gingen viele Frauen zunächst nicht zum Arzt. Der Körper könne sich lange an den Mangelzustand adaptieren, bis irgendwann verstärkt Symptome auftreten. "Viele der betroffenen Patientinnen weisen zum Zeitpunkt der Diagnose keinerlei Eisenreserven auf, sodass die Gefahr einer Eisenmangelanämie besteht", berichtete Boston auf einer vom Unternehmen Sanol unterstützten Veranstaltung.

Zur Standarddiagnostik gehört außer der Anamnese eine körperliche Untersuchung sowie die Bestimmung von Hämoglobin, Serum-Eisen und Serum-Ferritin. Zusätzlich können gynäkologische, radiologische und urologische Untersuchungen erfolgen. Die exakte Diagnose kann mit einem Ganzkörperzähler gestellt werden. "Mit der speziellen Fe-Eisentechnik zur Markierung des Eisenstoffwechsels ist es möglich, Blutverluste genau zu quantifizieren", erläuterte Privatdozent Peter Nielsen vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Ein von dem Unternehmen Sanol entwickelter Menstruationstest soll dazu beitragen, das Problembewusstsein bei den Frauen zu schärfen und eine raschere Diagnose des Eisenmangels zu ermöglichen. Mit dem Test können Frauen ihre Regelblutung quasi protokollieren. Sie erhalten dadurch eine objektive Rückmeldung, ob eine verstärkte Regelblutung vorliegt. Es gibt auch Tipps, wann Betroffene einen Arzt zur weiteren Abklärung aufsuchen sollten.

Der Test kann kostenlos unter www.mens-test.de abgerufen werden.

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Abb. 2: Schneller Wirkeintritt von Naldemedin im Vergleich zu Placebo in den Studien COMPOSE-1 und COMPOSE-2

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [15]

Opioidinduzierte Obstipation

Selektive Hemmung von Darm-Opioidrezeptoren mit PAMORA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Viatris-Gruppe Deutschland (Mylan Germany GmbH), Bad Homburg v. d. Höhe
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Eine Person im CT.

© oksanazahray / stock.adobe.com

Risikoadaptiertes Vorgehen

Lungenkrebs-Screening: Nach Rauchstopp erst später ins CT?

Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!