Direkt zum Inhaltsbereich

Testosteron-Spiegel bleibt mit Dreimonatsspritze stabil

ISTANBUL (ner). Mit der Neueinführung der Testosteron-Dreimonatsspritze Nebido® ist die Behandlung von Männern mit Hypogonadismus nicht nur einfacher geworden, es werden auch unerwünschte Schwankungen des Serum-Spiegels vermieden, sagt Privatdozent Friedrich Jockenhövel aus Herne.

Veröffentlicht:

Bei der Dreimonatsspritze handelt es sich um 1000 mg Testosteron-Undecanoat in 4 ml öliger Lösung. Testosteron-Undecanoat ist bereits seit den 1970er Jahren als orale Medikation bekannt. Nach intramuskulärer Erstinjektion der Dreimonatsspritze kommt es innerhalb von sechs Wochen zu einem raschen Anstieg der Testosteron-Spiegel, danach sollte die zweite Injektion erfolgen, sagte Jockenhövel beim Europäischen Urologiekongreß in Istanbul in der Türkei.

Die weiteren Injektionen werden dann alle 10 bis 14 Wochen verabreicht. Damit seien oft nur noch vier Injektionen pro Jahr nötig, so der Urologe bei einem vom Unternehmen Jenapharm unterstützten Symposium.

Im Vergleich zu konventionellen Testosteron-Injektionen alle drei Wochen zeigten die Patienten mit der Dreimonatsspritze eine bessere emotionale Stabilität, wie eine Vergleichs-studie bei 40 Patienten ergeben hat. Fluktuationen der Stimmung der behandelten Männer oder bei der Sexualfunktion würden vermieden, so Jockenhövel. Auch das Sicherheitsprofil sei gut.

Der leichte Gewichtsanstieg um ein bis zwei Kilogramm sei vor allem auf die Zunahme der Muskelmasse zurückzuführen, denn die Fettmasse nehme im Behandlungsverlauf um fünf bis zwölf Prozentpunkte ab. Die Knochendichte steige innerhalb des ersten halben Jahres um zwei Prozentpunkte, nach 30 Monaten um sechs Prozentpunkte. Bei Messungen des PSA-Serum-Spiegels bei 26 hypogonadalen Männern mit Ausgangswerten unter 1 ng/ml blieben die Werte während der Therapie über 102 Wochen weitgehend konstant.

Das neue Testosteron-Depotpräparat ist seit Ende vergangenen Jahres in Deutschland zugelassen.

Mehr zum Thema

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

© samunella / stock.adobe.com

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom

PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Rauchjahre statt Packungsjahre

Lassen sich die Kriterien fürs Lungenkrebs-Screening vereinfachen?

Lesetipps
Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram

Manche Menschen mit Adipositas haben ein vergleichsweise günstiges kardiovaskuläres Risikoprofil: offenbar vor allem diejenigen mit weniger zentraler Fettansammlung. (Symbolbild mit Fotomodell)

© sam richter / stock.adobe.com

Mega-Analyse

BMI ade? Beim kardiovaskulären Risiko kommt es auf das Bauchfett an