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KOMMENTAR

The winner takes it all. . .

Von Pete Smith Veröffentlicht:

Gott sei Dank, die Tour de Farce ist vorbei! Am Ende interessierte sich wohl kaum noch jemand dafür, wer im Gelben Trikot durch Paris rollte. Denn inzwischen ist kein Radprofi mehr über einen Dopingverdacht erhaben. Das ist zwar bedauerlich für jene, die wirklich ohne leistungssteigernde Manipulationen auskommen - sollte es sie noch geben. Aber für den (Rad-)Sport an sich könnte sein derzeit mieses Image langfristig gesehen durchaus reinigend wirken.

Warum pumpen sich Athleten mit Medikamenten voll, bis sie tot umfallen? Warum finden sie immer wieder skrupellose Ärzte und Betreuer, die ihre Giftschränke auffüllen? Warum halten Sponsoren und Fernsehsender so lange an einem Sport fest, der durch und durch verseucht ist? Warum setzen Veranstalter dem Spektakel kein Ende, indem sie den Betrügern die Bühne entziehen? Die Antwort ist immer die selbe: In unserer Leistungsgesellschaft zählen ausschließlich die Sieger, und so lange beim Siegen viel Geld zu verdienen ist, wird weiter gedopt, weiter gelogen und weiter geschwiegen.

Ein missglückter "Coup" am Rande der Tour weist den Weg aus der Misere. Als ARD und ZDF - selbst viel zu spät - aus der Live-Berichterstattung über die Tour ausstiegen, hat Sat.1 ihren Platz eingenommen. Ein wirtschaftliches Desaster. Denn nicht nur die Quoten sanken in den Keller, auch Werbekunden wie der Konzern Unilever sprangen ab. Ein mieses Image, so lehrt dieser Vorgang, verspricht keinen Profit. Belohnt jene, die sauber verlieren!

Lesen Sie dazu auch: Nach Ende der Doping-Tour wollen Verantwortliche hart durchgreifen

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