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Tod durch Masern fällt in Deutschland meist nicht auf

NEU-ISENBURG (eis). Immer noch sterben fast jedes Jahr in Deutschland Kinder an Masern. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat daher ihre Impfempfehlungen erweitert, um die regelmäßigen Ausbrüche der Krankheit zu verhindern.

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Erst mit neun bis zwölf Monaten lässt sich gegen Masern impfen.

Erst mit neun bis zwölf Monaten lässt sich gegen Masern impfen.

© GSK

Zwischen 2003 und 2009 sind in Deutschland allein 19 Kinder an der stets tödlich verlaufenden subakuten sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE) erkrankt, mindestens 197 Kinder wurden wegen Masernkomplikationen in Kliniken behandelt, wie eine Analyse der Erhebungseinheit für seltene pädiatrische Erkrankungen in Deutschland (ESPED) ergeben hat (Impfbrief online).

SSPE als Spätfolge von Masern tritt Monate bis Jahre nach der Infektion auf und ist in Deutschland in der Bevölkerung weitgehend unbekannt. Die neurologische Krankheit trifft meist Kinder oder Jugendliche, die vor ihrem zweiten Lebensjahr an Masern erkrankt waren. Da Säuglinge aber erst mit 9 bis 12 Monaten gegen Masern geimpft werden können, sind sie nur geschützt, wenn sie sich aufgrund einer durchgeimpften Umgebung nicht anstecken.

Die Schutzraten gegen Masern reichen bei uns hierzu jedoch nicht aus, weil besonders viele ältere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ungeimpft sind. Die mit der WHO vereinbarte Masernelimination bis 2010 in Europa ist daher in Deutschland gescheitert (wir berichteten). Die STIKO rät jetzt in ihren neuen Empfehlungen, außer Kinder und Jugendliche auch alle ungeimpften oder nur einmal geimpften jungen Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, gegen Masern zu impfen.

Lesen Sie dazu auch: Fragen zu den STIKO-Empfehlungen? Experten helfen weiter

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Maserntote - und keiner schaut hin

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